Brief aus Mosambik

Auf dem Weg zur Gemeinschaftsarbeit: Einmal wöchentlich arbeiten die Familien, die in Metarica, Mosambik, durch das Patenschaftsprogramm der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel unterstützt werden, auf dem Feld der Kongregation. Den Ertrag ihrer Arbeit teilen sie entweder untereinander auf oder geben ihn an andere Bedürftige weiter. (Foto: Achim Pohl)

Auf dem Weg zur Gemeinschaftsarbeit: Einmal wöchentlich arbeiten die Familien, die in Metarica, Mosambik, durch das Patenschaftsprogramm der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel unterstützt werden, auf dem Feld der Kongregation. Den Ertrag ihrer Arbeit teilen sie entweder untereinander auf oder geben ihn an andere Bedürftige weiter. (Foto: Achim Pohl)

Generaloberin Schwester Aloisia Höing und Missionprokuratorin Schwester Klara Maria Breuer sind zur Zeit in Metarica/Mosambik. Hier ist ihr erster Bericht.

Cuamba, 25. Januar 2012

Fast eine Woche sind wir nun schon in Mosambik. Viel haben wir bislang erlebt. Einen kleinen Ausschnitt vom heutigen Tag möchten wir mit Ihnen teilen. Mittwoch ist in Metarica der Tag, an dem die Patenfamilien ab 7 Uhr auf ihrem gemeinsamen großen Feld arbeiten. Heute Vormittag haben wir sie begrüßt. Eine große Fläche Unkraut haben sie schon gejätet. Insbesondere haben sie heute den Weg von der Pfarrkirche bis zum Haus Martha sauber gemacht und geharkt. Im Haus Martha werden die geladenen Gäste nach der Professmesse am Sonntag zu Mittag essen. Der Weg dorthin ist schon bereitet.

Gegen 9.30 Uhr fahren wir mit dem Toyota nach Metarica ab. Heute ist es trocken. Wir sind in der Regenzeit, da sind die Straßen in oft schlechtem Zustand. Am Haus des Regulo, des Verantwortlichen für den Distrikt Metarica, halten wir an. Sr. Leila lädt ihn zum Fest am Sonntag ein.

Vor vier Jahren hat Sr. Aloisia die feierliche Amtseinführung des Regulo miterlebt und erinnert sich noch gut an ihn. Er zeigt uns noch den Rohbau des neuen Hauses, dass der Staat für ihn baut. In seinem alten Haus sei er nun schon ein Jahr lang krank gewesen, schlechte Geister seien dort.

Wir verabschieden uns von ihm und setzen unsere Fahrt fort. Unterwegs bemerkt Sr. Leila einen Mann, der mit Strohmatten handelt. Sie gibt ihm Zeichen, zum Wagen zu kommen und kauft Matten ab. Schon eine ganze Zeit haben die Schwestern in Metarica und Cuamba nach diesen Strohmatten Ausschau gehalten und keine finden können. Gleich werden einige Matten dazu gekauft. Wir werden sie nicht mit unserem Auto nach Metarica mitnehmen, sondern dem Vater von zwei Kindern der Vorschule mitgeben, der mit seinem Lastwagen nach Metarica fahren wird.

Gegen 11.30 Uhr kommen wir am Schwesternhaus an. Kurz drauf geht es weiter, um notwendige Einkäufe zu besorgen, denn die Geschäfte machen um 12 Uhr zu und erst am Nachmittag wieder auf. Da ist Eile geboten. Einkaufen ist für die Schwestern, so erleben wir jetzt selbst, ein mühsames, viel Zeit kostendes Unterfangen, viele Wege müssen dafür zurückgelegt werden.

Feierliche Aufnahme der Postulantinnen in der Kapelle des Schwesternhauses in Cuamba. (Foto: Achim Pohl)

Feierliche Aufnahme der Postulantinnen in der Kapelle des Schwesternhauses in Cuamba. (Foto: Achim Pohl)

Nach dem Mittagessen begrüßen wir P. Frizzi, einen italienischen Consolatas-Pater, der in dieser Woche in Cuamba einen Kurs in Makua hält. Er wollte Sr. Aloisia gerne wiedersehen, denn vor 10 Jahren haben wir ihn in Maua besucht. Seit über 40 Jahren lebt er dort. Sein Leben gilt der Makuakultur und Sprache. Er hat auch die Bibel auf Makua übersetzt.

Am Nachmittag stehen Gespräche mit den neuen Postulantinnen an. Um 17.30 Uhr ist in der kleinen Kapelle des Schwesternhauses in Cuamba die feierliche Aufnahme unserer sechs Prä-Postulantinnen ins Postulat: Ester da Conceiçao Eduardo Mariefurte, Felizarda Sebastiao, Luísa Merandinha Agostinho. Argentina Joao, Tânia Faustino Amisse und Leopordina Martinho. Argentina, eine hochgewachsene Frau, ist das kleine Mädchen auf der Mosambikseite unseres Kalenders, das Sr. Maria Elisabeth Woestmann bei ihrem Aufenthalt in Mosambik fotografiert hat.

Viel Freude liegt in der Luft. Für die Postulantinnen ist es ein weiterer wichtiger Schritt auf ihrem Ausbildungsweg. Das heutige Fest der Bekehrung des heiligen Paulus eignet sich gut für einen weiteren Schritt in die Ordensgemeinschaft hinein. Sein Wort: Das Leben ist für mich Christus, gilt ja für jede christliche Berufung. Möge den jungen Frauen weiterhin Gottvertrauen und Mut geschenkt sein, auf dem Weg ihrer eigenen Berufung. Morgen werden sie schon früh nach Metarica fahren, um bei den Vorbereitungen für das Fest der Profess von Sr. Ana Brigida und Sr. Santa zu helfen.

Was wir nicht über Mail vermitteln können, sind die Gesänge auf Makua in der Feier heute, die Trommeln, die heute schwül-warme Luft…

Liebe Schwestern, wir alle können Gott danken für diese jungen Menschen, die begeistert sind vom Charisma unserer Gründerin. Bitten wir ihn zugleich, dass das unsere Ordensgemeinschaft hier im Land tiefe Wurzeln schlägt und eine fruchtbare Pflanze wird innerhalb der Gemeinschaft und der Kirche.

Herzliche Grüße senden Ihnen
Sr. Aloisia und Sr. Klara Maria

Postulatsfeier: Zur Aufnahme der sechs Postulantinen ist Generaloberin Schwester Aloisia Höing nach Mosambik gereist. (V.l.) Leobortina Martinho José, Ester da Conceição Eduardo Marquete, Argentina João, Sr. Aloisia, Luiza Mirandinha Agostinho, Felizarda Sebastião, Tania Faustino Amice. (Foto: Achim Pohl)

Postulatsfeier: Zur Aufnahme der sechs Postulantinen ist Generaloberin Schwester Aloisia Höing nach Mosambik gereist. (V.l.) Leobortina Martinho José, Ester da Conceição Eduardo Marquete, Argentina João, Sr. Aloisia, Luiza Mirandinha Agostinho, Felizarda Sebastião, Tania Faustino Amice. (Foto: Achim Pohl)

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