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„Wir alle prägen die politische Kultur in unserem Land“

23. Mai 2024 in Ordensgemeinschaft
V.l.: Sr. Theresita Maria Müller, Sr. Theresia Lehmeier und Sr. Maria Magdalena Brüning, die den Empfang mit Harfe und Gesang musikalisch umrahmten, Prof. Monika Grütters, Generalassistentin Sr. Margareta Kühn und Generaloberin Sr. Maria Thoma Dikow. Foto: SMMP/Ulrich Bock
V.l.: Sr. Theresita Maria Müller, Sr. Theresia Lehmeier und Sr. Maria Magdalena Brüning, die den Empfang mit Harfe und Gesang musikalisch umrahmten. Prof. Monika Grütters, Generalassistentin Sr. Margareta Kühn und Generaloberin Sr. Maria Thoma Dikow.

Langjährige Kulturstaatsministerin Monika Grütters spricht beim Placida-Empfang in Heiligenstadt über die Barmherzigkeit als Wurzel der Gerechtigkeit

„Freiheit und Eigenverantwortlichkeit mit Solidarität zu verbinden, ist eine große Errungenschaft unserer Demokratie in Deutschland“, betonte die ehemalige Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters beim Placida-Empfang vor 100 Gästen und Ordensschwestern am Mittwochabend im Bergkloster Heiligenstadt – am Vorabend der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen des Grundgesetztes. In ihrem Vortrag erklärte sie, warum das christliche Verständnis der Barmherzigkeit eine wichtige Grundlage dieses Solidaritäts-Gedankens ist, dass Politik aber nie um Kompromisse herumkomme und daher auch manchmal unbarmherzig sei. Dieses Spannungsverhältnis beschäftigt die Politikerin.

„Ohne ein Abweichen vom Idealismus funktioniert keine Demokratie“, erklärte Monika Grütters, die seit 2005 Mitglied der CDU-Fraktion im deutschen Bundestag ist und von 2013 bis 2021 Staatsministerin als Beauftragte der Merkel-Regierung für Kultur und Medien war. Gegenwärtig ist sie unter anderem Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologie-Folgenabschätzung sowie stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.

Darüber hinaus ist sie kirchlich engagiert: in ihrer eigenen Pfarrgemeinde, im Zentralkomitee der deutschen Katholiken oder im Synodalen Weg. Generaloberin Schwester Maria Thoma Dikow stellte in ihrer Begrüßung heraus: „Als Christin wirken Sie in Kirche und Politik an der Sache orientiert, aber zutiefst motiviert aus dem Glauben. Der Gerechtigkeit verpflichtet, sehen Sie in der Barmherzigkeit Gottes und in der unter uns Menschen praktizierten Barmherzigkeit eine Wurzel für die gerechte Gestaltung unserer Gesellschaft.“

Monika Grütters warb für mehr Barmherzigkeit in der Politik - auch wenn Politik immer auf Kompromisse ausgerichtet sei.
Monika Grütters warb für mehr Barmherzigkeit in der Politik – auch wenn Politik immer auf Kompromisse ausgerichtet sei.

Insofern war der Vortrag von Monika Grütters, der als Predigt Bestandteil der Vesper in der Klosterkirche war, auch ein sehr persönliches Statement. Sie schloss an den Lesungstext vom Barmherzigen Samariter aus dem Lukas-Evangelium an, in dem Jesus ein Gleichnis erzählt:

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter

Ein zusammengeschlagener Mann liegt am Straßenrand. Ein Priester und ein Levit kommen vorbei und kümmern sich nicht um ihn. Sie wissen nicht, ober noch lebt und sehen die Gefahr, sich rituell zu verunreinigen. Dem Samariter aber sind diese Gesetze egal. Er handelt, hilft dem Verletzten und besorgt ihm sogar noch eine Unterkunft. Daraufhin fragt Jesus, welcher dieser drei Männer nun barmherzig gewesen sei.

Monika Grütters erläuterte daraufhin das besondere Spannungsverhältnis zwischen Barmherzigkeit und Politik, in der es nicht immer möglich sei, wie der Samariter zu handeln. Und doch müsse man immer wieder seine Rolle suchen und sich fragen, wem wir der Nächste sind. „Da spiegelt die Politik wider, was wir alle erfahren. Wir alle prägen die politische Kultur in unserem Land. In der Art zu arbeiten, wie wir unseren Blick auf andere richten, ob wie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“

Der Begriff der Barmherzigkeit spielt bei Maria Magdalen Postel als Ordensgründerin und ihrer Nachfolgerin Placida Viel, die in Heiligenstadt 1862 die erste Niederlassung in Deutschland gründete, eine zentrale Rolle. Monika Grütters definierte ihn über die Hilfsbereitschaft hinaus mit Nächstenliebe und Humanität: „Barmherzigkeit bedeutet, sich einzufühlen und einander verzeihen zu können, vielleicht sogar im Feind das Ebenbild Gottes zu sehen.“ Da verlange uns der Glaube einiges ab. Und gerade die Politik erweise sich in dieser Hinsicht als „sperrig“.

Drei Gründe für ein besonderes Spannungsverhältnis

Für das Spannungsverhältnis zwischen politischem Handeln und Barmherzigkeit sieht sie drei wesentliche Gründe: Erstens sei die Politik immer mit einer Vielzahl von Bedürfnissen konfrontiert – nie mit Einzelfällen. Politik könne nie allen gleichzeitig gerecht werden: „Das führt zu echten Konflikten.“

Rund 100 Gäste und Ordensschwestern erlebten den Placida-Empfang im Bergkloster Heiligenstadt. Foto: SMMP/Hirsch-Mahnke
Rund 100 Gäste und Ordensschwestern erlebten den Placida-Empfang im Bergkloster Heiligenstadt.

Zweitens lägen Machbares und Wünschenswertes – anders als für den Samariter in seiner konkreten Situation – oft weit auseinander. „Die Frage des Umgangs mit Flüchtlingen etwa lässt sich nur gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn lösen.“ Gleichzeitig mahnte Monika Grütters aber, die Flüchtlinge nicht nur als Zahl zu interpretieren: „Mit ist es wichtig, in jedem Menschen ein Abbild Gottes zu sehen.“ Dann würde man auch die Diskussionen um sie anders führen.

Und drittens zwinge Politik immer wieder zu Kompromissen: „Sie muss immer um Mehrheiten werben. Und wir alle wissen: Das Ergebnis ist oft der kleine gemeinsame Nenner.“

Moralischer Kompass für die Politik und jeden Einzelnen

Dennoch sieht Monika Grüters auch drei Zusammenhänge, in denen Barmherzigkeit ein moralischer Kompass für die Politik und jeden Einzelnen sein könne:

Erstens als Wurzel der Gerechtigkeit, wie es die katholische Soziallehre beschreibe: „Sie verortet den Menschen in der sozialen Marktwirtschaft. Dort soll jeder Mensch mit seinen Talenten wuchern können. Andererseits stellt sie einen Ausgleich zwischen Stärkeren und Schwächen her. Jeder Mensch hat einen Anspruch auf Teilhabe und Gerechtigkeit, ohne zum Bittsteller zu werden.“

Dadurch, dass sich die Gesellschaft stetig verändere, bekämen soziale Netze immer wieder Löcher. Dem entgegenzuwirken, leisten die Kirchen in den Augen der Politikerin wichtige Dienste.

Gemeinsam begrüßen Generaloberin Schwester Maria Thoma Dikow und Professorin Monika Grütters die erste Beigeordnete aus Heiligenstadt, Ute Althaus. Foto: SMMP/Hirsch-Mahnke
Gemeinsam begrüßen Generaloberin Schwester Maria Thoma Dikow und Professorin Monika Grütters die erste Beigeordnete aus Heiligenstadt, Ute Althaus.

Zweitens sei Barmherzigkeit ein wichtiger Wegbereiter für Verständigung und Toleranz: „Verständigung setzt verstehen voraus. Dafür reicht kein Taschenrechner.“ Antisemitische Übergriffe zeigten, dass dieser Weg nie zu Ende sei. Monika Grütters warb in diesem Zusammenhang für mehr Empathie in der Politik: „Wenn sie die Erfahrungssituation aus dem Blick verliert, wird sie technokratisch.“

Und schließlich sei die Barmherzigkeit eine wichtige Begleiterin der Freiheit. „Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Kulturfreiheit sind aus gutem Grund Bestandteile des Grundgesetztes.“ Das auszuhalten, sei nicht immer einfach: „So kann die Kunst etwa meine religiösen Gefühle verletzten.“ Doch sei es wichtig, die Auseinandersetzung nicht zu scheuen, diese Freiheiten zu gewähren und solche Gefühle zuzulassen: „Zusammen ermöglichen sie erst die freie Entfaltung des Individuums.“

Glaube als Herausforderung und Hilfe in der Politik

So bekannte Monika Grütters, den Glauben immer als Herausforderung, aber auch als Hilfe erfahren zu haben. Gerne bekennt sie sich dazu. Auch auf ihrer eigenen Internetseite. Generalassistentin Schwester Margareta Kühn, die Monika Grütters als Geschäftsführerin der Manege in Berlin-Marzahn schon lange gut kennt, lobt: „Ein Berater hat Ihnen mal gesagt, dass Sie ihr ausgeprägtes Bekenntnis als Christin auf der Website etwas zurücknehmen sollten. Das käme nicht gut. Sie aber nehmen es nicht zurück – und das kommt gut.“

Und Propst Marcellus Klaus, der die Liturgie leitete, ordnete diese Gedanken zwischen Pfingsten und Dreifaltigkeitssonntag auch noch einmal theologisch ein: „Am Dreifaltigkeitssonntag wird uns bewusst, wie Gott mit sich selbst in Beziehung tritt. Dreifaltigkeit hat mit Beziehung und Liebe zu tun. Wo wir Menschen Liebe leben, werden wir Teil dieser Dreifaltigkeit.“

Anschließend waren die Gäste zur Begegnung und zum Imbiss ins Kloster eingeladen. Die Diskussion um die Thesen von Monika Grütters wurde dort lebhaft fortgeführt.

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Was den Glauben angeht, bin ich ein bisschen aus der Art geschlagenIch bin froh, dass ich nicht gleich nach dem Abitur ins Kloster gegangen binEs war wie Liebe auf den ersten BlickEigentlich wollte ich ganz viele KinderGeschehenlassen ist etwas rhythmisches

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