
Angebote am Stand der Ordensgemeinschaft und Bibelerzählnachmittage erfahren viel Resonanz
„Und jetzt bitte lächeln“ sagt Juliana Osterholz der Familie, die sich gerade im Katholikentagszelt der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel fotografieren lässt. Das Angebot, von hier ein Erinnerungsbild mitzunehmen, wird gut angenommen.

Die Bilder der Fotoaktion vom Stand auf der Kirchenmeile sind auf unserer Facebook-Seite zu finden.
„Ich bin überwältigt, wieviele Menschen hierher kommen und dass es immer wieder gelingt, mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, sagt Schwester Theresia Maria Kösters. Sie gehört zu dem Team von 15 Schwestern und junger Frauen, die den Stand der Ordensgemeinschaft bei der Großveranstaltung in Münster vom 9. bis zum 13. Mai betreuen. 55.000 Dauerteilnehmer sind angemeldet. Und bei dem guten Wetter schlendern die meisten von ihnen auch einmal über die Kirchenmeile, wo kirchliche Organisationen, Verbände, Bistümer und christliche Gemeinschaften die Vielfalt ihrer Arbeit präsentieren.

Am SMMP-Stand warten die Schwestern an einer „Ansprechbar“ auf die Besucher. Sie informieren auch über ihre weltweite Arbeit. Der ehemalige Missionar auf Zeit Thorben Prünte berichtet über seine Erfahrungen eine freiwilligen sozialen Auslandsjahres, das die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel anbieten. Und Schwester Laetitia Müller bietet mit Mitschwestern die Gestaltung kleiner Friedensschafe an. Meist sind die Stühle um den kleinen Tisch gut besetzt.

Eigeninitiative gestartet
Am Donnerstag und Freitag haben sich auch mehrere im Bergkloster Bestwig ausgebildete Bibelerzählerinnen und -erzähler in das Katholikentagsprogramm eingebracht. Ingrid Albers hatte die Initiative ergriffen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vergangenen Kurse angeschrieben. Neun von ihnen hatten sich auf den Weg nach Münster gemacht.
Ursprünglich war ihnen ein Raum im bischöflichen Generalvikariat zugeteilt worden. „Aber am Donnerstag war der Andrang schon so groß, dass wir mit einer zweiten Gruppe nach draußen gingen“, erklärt Bibelerzählerin Katharina Kraut. Am Freitag war das Wetter noch besser, so dass die Veranstaltung nur noch auf dem Platz zwischen Generalvikariat und Ludgerikirche stattfand. „Hier gibt es viel Laufpublikum. Immer wieder bleiben Menschen stehen und hören uns eine Weile lang zu“, ist Katharina Kraut von der Resonanz sehr angetan.

Schwester Aloisia Höing und Schwester Maria Dolores gehörten am Freitagnachmittag zu den Besucherinnen. „Ich hätte noch eine Stunde lang zuhören können“, sagt Schwester Aloisia nach dem Abschluss den zweiten Nachmittages.
Politisches Forum
Am heutigen Samstag veranstalten die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel ein Forum zur Situation sozial benachteiligter Jugendlicher in Deutschland. Unter dem Titel „Vergessen, unbequem und chancenlos“ diskutieren in der Aula der Marienschule Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD), der Sozialpolitiker Karl Schiewerling (CDU), der Armutsforscher Dr. Christoph Butterwegge, die BDKJ-Bundesvorsitzender Lisi Maier und Schwester Margareta Kühn, Geschäftsführerin der Manege in Berlin Marzahn. Schwester Maria Thoma wird die Gäste begrüßen und in das Thema einführen, der Journalist Dr. Udo Marquardt das Podium moderieren.
