Pomerode

Unterricht an unserer Schule in Pomerode.

Unterricht an unserer Schule in Pomerode.

Das von pommerschen Siedlern gegründete Städtchen Pomerode im Bundesstaat Santa Catarina im dem Süden Brasiliens zählt mit seinen 21 500 Einwohnern im ganzen Land – auch dank der vielen noch erhaltenen Fachwerkhäuser – als Inbegriff einer deutschen Stadt. Die überwiegende Mehrheit der Pomeroder Bürgerinnen und Bürger sind Nachfahren Deutsch sprechender Emigranten, die nicht nur ihre sprachlichen Wurzeln, sondern auch Bräuche und Traditionen ihrer Vorfahren pflegen.

Ihre Ansprechpartnerin in
der Missionszentrale ist:
Schwester Klara Maria Breuer
Tel.: 02904-808 103
missionszentrale(at)smmp.de

1965 haben die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel hier einen Konvent gegründet und sich seitdem besonders der vielen armen und benachteiligten Kinder der Stadt angenommen. So wurde bereits 1966 eine Kindertagesstätte eröffnet. Heute betreiben sie hier eine Grundschule mit integriertem Kindergarten für 250 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Diese Schule wird derzeit schrittweise bis zum 10. Schuljahr ausgebaut.

Pomerode hatte lange Jahre eine gute und funktionierende Industrie mit Porzellan- und Textilfabriken. Hier fanden viele Menschen Arbeit. Doch in den letzten Jahren mussten zahlreiche Firmen Konkurs anmelden. Deshalb sind hier nun viele Menschen ohne Arbeit. Andere haben Arbeit in den Nachbarstädten gefunden. Für viele Bürgerinnen und Bürger wird Pomerode dadurch zur reinen „Schlafstadt“. In der Bevölkerung haben die Konflikte zwischen Erwerbstätigen und Erwerbslosen stark zugenommen. Pomerode hat die höchste Selbstmordrate Brasiliens. Die Kinder sind die Leittragenden.

Capoeira-Unterricht an unserer Schule in Pomerode (Foto: SMMP/Meilwes)

Capoeira-Unterricht an unserer Schule in Pomerode.

Überhaupt sind die Kinder am meisten gefährdet. Die Eltern haben entweder keine Arbeit und Leben an der Armutsgrenze, oder sie pendeln in die Nachbarstädte und lassen die Kinder allein zurück. Hier setzen die aktuell drei Ordensschwestern mit ihrer Pastoralarbeit und dem Angebot einer Kindertagesstätte und Grundschule an.

Durch eine ganztägige Betreuung sollen die Kinder von der Straße geholt und in ihrer Entwicklung gefördert werden. Eine warme Mahlzeit soll eine gesunde und vor allem ausreichende Ernährung unterstützen. Im Rahmen der Möglichkeiten versuchen die Schwestern auch die Eltern – insbesondere die jungen Mütter – in ihre Arbeit einzubeziehen und sie zu unterstützen.

Derzeit kann sich die Einrichtung in Pomerode durch Eigenmittel selber tragen und benötigt keine Spenden aus Deutschland.

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