
Der Karfreitagabend hat im Bergkloster Bestwig eine eigene Tradition. Statt Stille allein gibt es seit Jahren auch Kultur. Am Freitag, 3. April 2026, lädt das Bergkloster um 19:30 Uhr zu einem besonderen Konzertabend ein: „Ecce homo. Tanz, Text und Musik“. 
Zu Gast ist Dr. phil. Felix Grützner. Er tritt als „Lebenstänzer“ auf. An seiner Seite spielen Elke Schroeder (Saxofon) und Heiner Bartsch (Orgel). 
Der Kreuzweg als menschlicher Weg
Grützner nähert sich dem Passionsgeschehen nicht als historisches Spiel. „Der Kreuzweg enthält, was Menschen auch in ihrem Leben erfahren“, sagt er. „Ein Weg, der durch das Dunkel menschlicher Existenz führt, durch Leid und Schmerz, der aber auch Hoffnung aufscheinen lässt.“
Den Tanz begreift er als inneres Einfühlen: „Ich suche nach eigenen Emotionen in mir und versuche, sie in der Bewegung über das rein Individuelle hinauszutragen. Tanzen kann Räume für das individuelle emotionale Empfinden öffnen.“
Grützner, 1964 in Düsseldorf geboren, hat klassisches Ballett und Modern Dance studiert. Er arbeitet bei ALPHA, den NRW-Ansprechstellen für Palliativversorgung und Hospizarbeit, und lehrt an der Universität Bonn.
Der Karfreitagabend im Bergkloster hat Tradition. „Ecce homo“ verspricht ein Programm, das bewegt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.


