Pomerode

Pomerode in Santa Catarina (Grafik: Raphael Lorenzeto de Abreu)

Pomerode in Santa Catarina (Grafik: Raphael Lorenzeto de Abreu)

Erziehung und Bildung als kostbares Gut

Das von pommerschen Siedlern gegründete Städtchen Pomerode im Bundesstaat Santa Catarina im dem Süden Brasiliens zählt mit seinen 21 500 Einwohnern im ganzen Land – auch dank der vielen noch erhaltenen Fachwerkhäuser – als Inbegriff einer deutschen Stadt. Die überwiegende Mehrheit der Pomeroder Bürgerinnen und Bürger sind Nachfahren Deutsch sprechender Emigranten, die nicht nur ihre sprachlichen Wurzeln, sondern auch Bräuche und Traditionen ihrer Vorfahren pflegen.

1965 haben wir Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel hier einen Konvent gegründet und uns seitdem besonders der vielen armen und benachteiligten Kinder der Stadt angenommen. So haben wir bereits 1966 eine Kindertagesstätte eröffnet. Heute betreiben sie hier eine Grundschule mit integriertem Kindergarten für 250 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Diese Schule soll nun schrittweise bis zum 10. Schuljahr ausgebaut werden.

Die Situation in der Stadt

Ihre Ansprechpartnerin in
der Missionszentrale ist:
Schwester Klara Maria Breuer
Tel.: 02904-808 103
missionszentrale(at)smmp.de

Pomerode hatte lange Jahre eine gute und funktionierende Industrie mit Porzellan- und Textilfabriken. Hier fanden viele Menschen Arbeit. Doch in den letzten Jahren mussten zahlreiche Firmen Konkurs anmelden. Deshalb sind hier nun viele Menschen ohne Arbeit. Andere haben Arbeit in den Nachbarstädten gefunden. Für viele Bürgerinnen und Bürger wird Pomerode dadurch zur reinen „Schlafstadt“.

In der Bevölkerung nehmen wir zunehmend Konflikte zwischen Erwerbstätigen und Erwerbslosen wahr. „Wir haben hier in Pomerode auch eine der höchsten Selbstmordraten Brasiliens“, berichtet Sr. Irmã Auroa Tenfen. Die Kinder sind die Leidtragenden.

Überhaupt sind die Kinder am meisten gefährdet. Die Eltern haben entweder keine Arbeit und leben an der Armutsgrenze, oder sie pendeln in die Nachbarstädte und lassen die Kinder allein zurück. Hier setzt nun unsere Pastoralarbeit und das Angebot einer Kindertagesstätte an.

Capoeira-Unterricht an unserer Schule in Pomerode (Foto: SMMP/Meilwes)

Capoeira-Unterricht an unserer Schule in Pomerode.

Unsere Arbeit

Durch eine ganztägige Betreuung sollen die Kinder von der Straße geholt und in ihrer Entwicklung gefördert werden. Eine warme Mahlzeit soll eine gesunde und vor allem ausreichende Ernährung unterstützen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir auch die Eltern – insbesondere die jungen Mütter – in ihre Arbeit einzubeziehen und sie zu unterstützen.

Die Kindertagesstätte erhält keine staatliche Unterstützung und muss sich daher allein durch Spenden und andere Erlöse finanzieren. Daher werden für die Arbeit des Konventes in Pomerode noch dringend Spender gesucht, vor allem für die Sicherstellung und Unterhaltung der Kindertagesstätte und den Ausbau der Schule. Jede Spende hilft, egal ob einmalig oder regelmäßig. Sprechen Sie uns einfach im Bergkloster Bestwig an. Wir geben Ihnen noch mehr Informationen und sichern Ihnen zu, dass Ihre Spende direkt und unmittelbar an unser Projekt weitergeleitet wird.

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