„Sind so kleine Hände, winzige Finger dran…“ — Die Kindertagesstätte in Pomerode
Das von pommerschen Siedlern gegründete Städtchen Pomerode im Bundesstaat Santa Catarina – dem Süden Brasiliens – zählt mit seinen 21.500 Einwohnern im ganzen Land als Inbegriff einer deutschen Stadt, auch dank der vielen noch erhaltenen Fachwerkhäuser. Die überwiegende Mehrheit der Pomeroder Bürgerinnen und Bürger sind Nachfahren Deutsch sprechender Emigranten, die nicht nur ihre sprachlichen Wurzeln, sondern auch Bräuche und Traditionen ihrer Ahnen pflegen.
1965 haben hier auch die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) einen kleinen Konvent gegründet und sich seitdem besonders der vielen armen und benachteiligten Kinder der Stadt angenommen. So haben die Schwestern bereits 1966 eine Kindertagesstätte eröffnet, die heute von 140 Kindern im Alter bis zu 10 Jahren besucht wird.
Die Situation in der Stadt
Empfänger: Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel
Konto 100 300
Darlehnskasse im Bistum Münster
Bankleitzahl: 400 602 65
Stichwort: Pomerode
Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung.
Ihre Ansprechpartnerin in der Missionszentrale der SMMP ist:
Schwester Klara Maria Breuer
Tel.: 02904-808 103
missionszentrale
Pomerode hatte lange Jahre eine gute und funktionierende Industrie mit Porzellan- und Textilfabriken. Hier fanden viele Menschen Arbeit. Doch in den letzten Jahren mussten zahlreiche Firmen Konkurs anmelden. Dies hat heute eine hohe Arbeitslosigkeit zur Folge. Andere haben Arbeit in den Nachbarstädten gefunden. Für viele Bürgerinnen und Bürger wird Pomerode dadurch zur reinen „Schlafstadt“.
In der Bevölkerung nehmen die Schwestern zunehmend Konflikte zwischen Erwerbstätigen und Erwerbslosen wahr. Auch die Abschottung der verschiedenen Kulturen fördert nicht das Klima in der Stadt. „Wir haben hier in Pomerode auch eine der höchsten Selbstmordraten Brasiliens“, berichtet Sr. Irmã Carmelita Tenfen vom Konvent der SMMP.
Die Mehrzahl der Pomeroder Bevölkerung ist evangelisch, nur rund 15 Prozent gehören der katholischen Kirche an. Sekten gibt es kaum in der Stadt. In den vergangenen Jahren sind aber trotz der Abschottung der Kulturen untereinander zahlreiche „Mischehen“ entstanden, die besonders Konflikte in der Erziehung der Kinder zur Folge haben. Die Kinder sind die Leidtragenden.
Überhaupt sind die Kinder am meisten gefährdet. Die Eltern haben entweder keine Arbeit und leben an der Armutsgrenze, oder sie pendeln in die Nachbarstädte und lassen die Kinder allein zurück. Hier setzt nun die Pastoralarbeit und das Angebot einer Kindertagesstätte der Schwestern an.
Die Arbeit der Schwestern
Durch eine ganztägige Betreuung sollen die Kinder von der Straße geholt und in ihrer Entwicklung gefördert werden. Eine nahrhafte warme Mahlzeit soll eine gesunde und vor allem ausreichende Ernährung unterstützen. Für viele Kinder ist es eine der wenigen Mahlzeiten überhaupt. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen die Schwestern auch die Eltern – insbesondere die jungen Mütter – in ihre Arbeit einzubeziehen und sie zu unterstützen.
Die Kindertagesstätte erfährt keine staatliche Unterstützung und muss sich daher allein durch Spenden und andere Erlöse finanzieren. Daher werden für die Arbeit des Konventes in Pomerode noch dringend Spender gesucht, vor allem für die Sicherstellung und Unterhaltung der Kindertagesstätte. Jede Spende hilft, egal ob einmalig oder regelmäßig. Sprechen Sie uns einfach im Bergkloster Bestwig an. Wir geben Ihnen noch mehr Informationen und sichern Ihnen zu, dass Ihre Spende direkt und unmittelbar an unser Projekt weitergeleitet wird.


