Im Jahr 1990 hat ein kleiner Konvent unserer Schwestern seine Zelte in der Stadt Balsas im Nordosten Brasiliens aufgeschlagen, um sich dort insbesondere der vielen Straßenkinder anzunehmen. Heute leben hier drei Schwestern und unterhalten eine kleine Schreibmaschinenschule, bieten Freizeitangebote und Nachhilfen für Straßenkinder an und unterstützen wohnungslose Familien beim Bau eines einfachen Hauses.
Die Situation in der Stadt

In dem Kindergarten der Schwestern erhalten die Kinder täglich eine nahrhafte Mahlzeit.
Balsas liegt im Bundesstaat Maranhão und zählt rund 45 000 Einwohner. Die landwirtschaftlichen Vorzüge der Region machen Balsas zum Sitz großer Projekte in der Landwirtschaft und Viehzucht. Dadurch hat Balsas auch eine große strategische Bedeutung für die Region. Insbesondere Soja wird hier angebaut. Allerdings sind die Stadt und die Region mit vielen Landkonflikten und deren Konsequenzen konfrontiert, denn Großgrundbesitzer vertreiben Menschen von ihren Feldern und rauben ihnen so die Arbeits- und Lebensgrundlage. Nicht zuletzt dadurch hat in den vergangenen Jahren ein großer Exodus vom Land in die Stadt eingesetzt, was eine Anschwellen der Außenbezirke von Balsas zur Folge hat.
Spendenkonto
Empfänger: Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel
Konto 100 300
Darlehnskasse im Bistum Münster
Bankleitzahl: 400 602 65
Stichwort: Balsas
Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung.
Ihre Ansprechpartnerin in der Missionszentrale der SMMP ist:
Schwester Klara Maria Breuer
Tel.: 02904-808 103
missionszentrale(at)smmp.de
Die Mehrzahl der Zugezogenen findet keine Arbeit und lebt in einfachen Strohhütten. Eine unzureichende Wasserversorgung, schlechte hygienische Verhältnisse und eine schwache Gesundheitsversorgung führen zu Krankheit und Tod. Es gibt viele sehr junge Mütter, die mit der Erziehung ihrer Kinder allein gelassen und überfordert sind. Immer mehr Kinder und Jugendliche lungern auf den Straßen herum, hungernd und ohne Beschäftigung. Viele der Kinder und Jugendlichen aus den Vierteln gehen nicht in die Schule, deren Plätze auch überhaupt nicht ausreichen. So ist die Bischofsstadt Balsas auch ein guter Nährboden für die vielen Sekten mit ihren „Heilsversprechungen“. Die katholische Kirche begegnet dem mit einer Dezentralisierung. Basisgemeinden wurden gebildet um den Menschen nahe zu sein und sie bei der Lösung ihrer sozialen Probleme zu unterstützen. Die Kirche versteht sich hier als Anwalt der armen und benachteiligten Menschen.
Unsere Arbeit

Ob im Freien (o.) oder im Kinderhaus: Die Schwestern sind bei den Kindern in Balsas beliebt.
Wir haben im März 2000 für die Straßenkinder einen kleinen „Kinderfreizeitraum“ eingerichtet. Hier bieten wir kreative, musikalische und sportliche Angebote für die Kinder ab zwei Jahren an. Gerade für die Kinder zwischen zwei und fünf Jahren soll durch angeleitete und betreute Spiele eine größere Sozialisation ermöglicht und die motorische Entwicklung gefördert werden. Gearbeitet wird mit Ton, Papier, Wachsmalkreide, Bleistiften und anderen Materialien im Rahmen des Möglichen. Die Kinder erhalten hier aber auch eine kleine Mahlzeit zur Unterstützung einer gesunden Ernähung. Über 50 Kinder kommen regelmäßig in das „Kinderhaus“.
Für die älteren Kinder ab sechs Jahren wird im „Kinderfreizeitraum“ zusätzlich schulische Nachhilfe angeboten. Rund 20 Kinder nutzen dieses Angebot. Mütter werden durch Hausbesuche, Gespräche, Vorträge und Freizeitangebote aktiviert und in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt. Dies soll zu mehr Verständnis und Liebe für ihre Kinder führen.
Außerdem betreiben wir noch eine kleine Schreibmaschinenschule und unterstützen einzelne Familien beim Bau eines einfachen und kleinen Hauses.
Für die Arbeit unseres Konventes in Balsas – vor allem die Arbeit mit den Straßenkindern – brauchen wir einmalige oder regelmäßige Spenden. Sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie helfen möchten. Ihre Spende wird direkt und unmittelbar an unser Projekt weitergeleitet.



