La Paz: Stadt der Kontraste

Ihr Ansprechpartner in der Missionszentrale:

Winfried Meilwes
Tel.: 02904 808-241
missionszentrale(at)smmp.de

La Paz ist eine Stadt der Kontraste. Das Zentrum der höchstgelegenen Millionenstadt der Welt mit seinen modernen Bürohochhäusern liegt auf rund 3650 Metern Höhe. Wer es sich leisten kann, residiert weiter talwärts im milderen Klima. Die Ärmeren leben höher: Allein in der Vorstadt El Alto auf etwa 4000 Meter Höhe sind es inzwischen 400.000. Hier ist es zehn Grad kühler als in der „Unterstadt“ und die eisigen Winde des Altiplano aus der Andenhochebene blasen einem zudem um die Ohren. Aber Landflucht und Bevölkerungsexplosion lassen auch diesen Ort immer weiter wachsen. Zunehmende Obdachlosigkeit und Kriminalität sind die Folge. Wen wundert da das häufige Läuten der Klosterschelle…

Der Kindergarten „Beata Placida“: Kinderlachen und Kinderträume

Tagsüber wird das Konventgebäude der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel in La Paz von 300 Kindern bevölkert. Seit über 50 Jahren betreibt die Ordensgemeinschaft in dem ehemaligen deutschen Krankenhaus im Zentrum der Stadt einen Kindergarten. Vormittags kommen 230 Jungen und Mädchen. Dann werden die Vier- und Fünfjährigen auf sechs Gruppen aufgeteilt. Nachmittags suchen 75 weitere Kinder den Konvent auf. Sie werden in zwei Gruppen betreut. Kinder gibt es in der übervölkerten Millionenstadt reichlich.

„Unser Kindergarten richtet sich an alle Bevölkerungsschichten“, berichtet Sr. Melvy Caballero. Morgens kommen aber vor allem Jungen und Mädchen aus wirtschaftlich eher besser gestellten Familien. Denn der Vormittagsbetrieb muss ohne staatliche Unterstützung auskommen – er wird von den Eltern finanziert. Für die Nachmittagsgruppen gibt der Staat 25 Bolivianos (rd. 3,6 Euro) pro Monat dazu. Nicht viel, aber immerhin etwas. So sind es in der zweiten Tageshälfte vor allem Kinder aus sehr armen Familien, die die Einrichtung besuchen. Um die Unterschiede nicht so deutlich zu machen, tragen alle Kinder eine Schuluniform.

Für die ärmeren Kinder halten die Schwestern kostenlos Milch und Brot bereit – gegen Hunger und Durst. Die Ordensfrauen und ihre Mitarbeiterinnen wollen den Jungen und Mädchen zumindest zwei Jahre lang persönliche Wertschätzung entgegenbringen. Zugleich bereiten sie die Kinder mit der Einübung des Sozialverhaltens vor auf die Schule.

Eine Spende von 35 Euro pro Jahr reicht schon aus, einem bolivianischen Kind ein Jahr lang einen Platz in unserem Kindergarten zu finanzieren. Die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel sorgen für eine direkte Weiterleitung des Geldes nach La Paz.

Der kleine Abendbrottisch von La Paz: „Unser tägliches Brot gib uns heute“

Etwa 30 bis 40 Mal blicken die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel an der Pforte ihres Konvents in der bolivischen Millionenstadt La Paz jeden Abend in hungrige Gesichter. Die Ordensfrauen geben den Menschen Brot. Und den Kindern – wenn die Vorräte reichen – auch noch ein paar Früchte dazu.

Die Schwestern der hl.Maria Magdalena Postel leben da, wo die Not am größten ist: mitten im Zentrum. Tagsüber betreuen sie den Kindergarten, abends die Hungernden. „Wir verstehen unsere Lebensmittelausgabe als eine Art Anlaufstelle zur Erstversorgung“, erklärt Sr. Melvy Caballero, Oberin des Konvents der SMMP in La Paz. Wissend, dass ihre Hilfe nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

Finanziert werden die Angebote des Ordens durch Spenden. Ebenso wie die Pakete an Grundnahrungsmitteln, welche die Schwestern mindestens einmal jährlich an rund 120 Familien ausgeben. Doch die Spenden werden knapper. Dabei kann schon ein monatlicher Beitrag von 15 Euro pro Monat einer ganzen Familie weiterhelfen.

Diese Seite weiterempfehlen:

SMMP