Wie lebendig das Erbe Julie Postel (später Maria Magdalena) bis heute ist, wurde beim Julie-Postel-Tag im Haus Maria in Geseke eindrucksvoll sichtbar. Zahlreiche Gäste und Ordensschwestern kamen zusammen, um die Gründerin der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel zu würdigen und gemeinsam einen Tag der Gemeinschaft zu erleben.

„Julie Postel hat uns gezeigt, dass ein einzelner Mensch die Kraft hat, die Welt zu verändern“, sagte Einrichtungsleiterin Astrid Marx-Vehling in ihrer Begrüßung. Der Julie-Postel-Tag entstand aus dem Wettbewerb „SMMP verbindet“ und bildet den Abschluss einer Themenwoche, in der das Leben und Wirken der Ordensgründerin im Mittelpunkt stand.

Den Auftakt des Festtages bildete ein ökumenischer Gottesdienst. Das Seelsorgeteam mit Ute Feldmann (seelsorgliche Begleiterin im Haus Maria), Claudia Laame (Tagespflege), Schwester Maria Manuela und Schwester Theresita Maria gestaltete die Feier gemeinsam mit Elsmarie Braun und Ulla Jürgens von der evangelischen Kirche sowie Ute Paschedag von der katholischen Kirche. Schwester Theresita Maria an der Harfe und Solistin Lea Scarna sorgten für die musikalische Gestaltung.
Ein besonderer Moment folgte im Anschluss: Gemeinsam mit dem Heimbeirat – Gertrud Mainka, Monika Lindenau und Paula Mendelin – wurde der bisherige Garten offiziell in „Julie-Postel-Garten“ umbenannt. Eine neu gestaltete Glasfläche am Eingang macht den Namen künftig sichtbar. Ergänzt wird die Glasfläche durch eine Informationstafel, die Einblicke in das Leben und Wirken der heiligen Julie Postel gibt. Der Garten erhält damit eine noch stärkere symbolische Bedeutung – als Ort der Ruhe, der Begegnung und der Erinnerung.

Beim gemeinsamen Mittagessen standen das Miteinander und der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Gleichzeitig präsentierten Auszubildende der Gesundheitsakademie kreative Arbeiten, in denen sie sich mit der Persönlichkeit Julie Postels und ihrer Botschaft auseinandergesetzt hatten. Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, wie die Ideale der Ordensgründerin auch junge Menschen bis heute inspirieren.

Am Nachmittag ging der Julie-Postel-Tag nahtlos in das Sommerfest über. Bei Musik, Gesprächen und einem abwechslungsreichen Programm dank der Volkstanzgruppe Holsen-Mantinghausen e.V., dem Nachwuchsorchester der Stadtkapelle Geseke und einer Playbackshow verbrachten Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende und Gäste viele schöne Stunden miteinander.
Der Julie-Postel-Tag machte deutlich: Das Vermächtnis Julie Postels lebt weiter. Ihre Haltung – Menschen mit Respekt zu begegnen, Hoffnung zu schenken und Verantwortung füreinander übernehmen – prägt das Leben im Haus Maria bis heute.



















