Der Ambulante Dienst Haus Maria in Geseke feiert sein 30-jähriges Bestehen

Drei Mitarbeitende, ein Auto, fünf Patienten. So startete der Ambulante Dienst Haus Maria am 1. April 1996 in Geseke. Heute versorgt er rund 250 Menschen – und ist aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.
Was in einem kleinen Büro begann, ist gewachsen. Über 80 Mitarbeitende pflegen und begleiten heute ältere Menschen in Geseke und den umliegenden Dörfern. Leiterin Linda Manske ist diesen Weg lange mitgegangen. „Die letzten 30 Jahre waren geprägt von Wachstum, Engagement und dem Bestreben aller Mitarbeitenden, die bestmögliche und individuelle Versorgung zu bieten“, sagt sie.
Alles aus einer Hand
Was den Dienst besonders macht, lässt sich an einer Geschichte zeigen. Eine ältere Frau kam nach einem Kurzzeitpflegeaufenthalt im Haus Maria nach Hause zurück. Anfangs reichte ihr ein Hausnotrufgerät. Im Laufe der Jahre kamen der mobile Menüservice, die Pflege und die hauswirtschaftliche Hilfe hinzu. Schließlich zog sie in die Senioren-Wohngemeinschaft – und wurde dort bis zu ihrem Tod begleitet. Immer vom selben Team. Immer vom selben Dienst.
Genau das ist das Ziel: Versorgung aus einer Hand. Wer Unterstützung braucht, findet sie hier – vom ersten Hilferuf bis zur letzten Begleitung.
Schritt für Schritt gewachsen
Die Meilensteine der vergangenen Jahrzehnte spiegeln die veränderten Bedürfnisse der Menschen wider. 1998 führte der Dienst den mobilen Menüservice ein. 2000 kam der Hausnotruf in den Alltag. 2007 eröffnete das Betreute Wohnen am Marktplatz mit 20 Wohnungen. 2014 folgte die erste Senioren-Wohngemeinschaft in Geseke, 2018 die WG St. Pankratius in Störmede. Erst in diesem Jahr wurde das Servicewohnen am Haus Maria mit neun Wohnungen fertiggestellt.
Das nächste Projekt entsteht bereits: In Salzkotten-Verlar baut der Dienst ein Mehrgenerationenwohnprojekt mit 25 barrierefreien Wohnungen und acht Wohnapartments für Senioren.
Menschen, die bleiben
Ein gutes Team trägt einen Dienst. Beim Ambulanten Dienst Haus Maria arbeiten Junge und Erfahrene Seite an Seite. Eine Kollegin, die seit dem ersten Jahr dabei ist, leistet auch nach ihrer Rente noch Dienst. Dieses Miteinander der Generationen ist kein Zufall – es ist Haltung.
Das Team bringt breites Fachwissen mit: Palliativpflegekräfte, Wundmanager und Praxisanleiter gehören dazu. Weiterbildung findet direkt nebenan statt – in der Gesundheitsakademie von SMMP, wo auch die eigenen Auszubildenden lernen.
Pflege ist mehr geworden
Die Anforderungen haben sich verändert. Es geht längst nicht mehr nur ums Waschen und Verbandwechseln. Hauswirtschaftliche Hilfe, Alltagsbegleitung, Koordination mit Ärzten, Apotheken, Physiopraxen und Sanitätshäusern – all das gehört heute dazu. Die Pflegekräfte müssen mehr können und mehr wissen als früher.
Die größte Herausforderung der nächsten Jahre liegt in der Gewinnung neuer Mitarbeitender. Der Dienst steuert bereits gegen: Statt wie früher jedes zweite Wochenende Dienst zu leisten, arbeiten die Teams nun nur noch jedes dritte Wochenende. Mehr Zeit für Familie und Erholung – das soll Geseke als Pflegestandort attraktiv halten.
30 Jahre – und weiter
„Wir sind stolz darauf, ein guter Arbeitgeber für die Region zu sein“, sagt Linda Manske. Und ein verlässlicher Partner für die Menschen, die in den eigenen vier Wänden alt werden wollen.
Wer mehr über die Angebote des Ambulanten Dienstes erfahren möchte, kann sich direkt an Haus Maria in Geseke wenden.


