
In Verlar entsteht ein neues Wohnprojekt unter dem Titel „Allengerechtes Wohnen“. Die Besitzer Olaf Engels und Alexander Schrader haben mit der Seniorenhilfe SMMP ein Konzept für ein Mehrgenerationenquartier ausgearbeitet.

Bei einem Ortstermin stellten Linda Manske und Derya Schnathmann von der Seniorenhilfe SMMP gemeinsam mit Ulrich Berger, Bürgermeister der Stadt Salzkotten, und dem Ortsvorsteher von Verlar, Andre Bertelsmeier, das Konzept vor. Ziel ist ein Quartier, in dem Menschen verschiedener Generationen selbstbestimmt wohnen und sich im Alltag unterstützen können.
Der Hardeshof liegt im Salzkottener Ortsteil Verlar. Ein Teil des alten Bauernhauses wird abgerissen, ein anderer kernsaniert. Geplant sind insgesamt 20 Wohneinheiten. Zwölf barrierefreie Wohnungen richten sich an Menschen aller Generationen. Hinzu kommen acht Wohnapartments für Seniorinnen und Senioren im Rahmen eines Service Plus Angebots der Seniorenhilfe.
Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Küchen- und Wohnbereich. Gleichzeitig sieht die Planung mehrere gemeinschaftlich genutzte Bereiche vor, darunter einen zentralen Quartiersraum sowie einen Quartiersplatz im Innenhof. Gemeinschaft ist möglich, aber nicht verpflichtend. „Alles kann, nichts muss“, lautet das Leitmotiv des Konzepts.
Für Seniorinnen und Senioren ist ein eigenes Wohnangebot vorgesehen. Die Apartments sind rund 30 Quadratmeter groß und barrierefrei gestaltet. Ergänzt wird das Wohnen durch Gemeinschaftsräume und Terrassen. Die Versorgungssicherheit übernimmt der Ambulante Dienst Haus Maria Geseke, der als Kooperationspartner fest in das Quartierskonzept eingebunden ist.

Vorgesehen ist eine zweistufige Angebotsstruktur. Zu den Grundleistungen gehört eine feste Ansprechperson vor Ort. Ein sogenannter „Kümmerer“ ist an Werktagen täglich für mehrere Stunden im Quartier präsent. Er unterstützt bei organisatorischen Fragen, vermittelt Hilfs- und Betreuungsangebote, koordiniert gemeinsame Mahlzeiten und Freizeitaktivitäten und steht auch Angehörigen als Ansprechpartner zur Verfügung. Ziel ist es, Sicherheit und Orientierung zu bieten, ohne die Selbstständigkeit der Bewohner einzuschränken.
Darüber hinaus können bei Bedarf freiwillige Zusatzleistungen in Anspruch genommen werden. Dazu zählen unter anderem ein mobiler Menüservice, Einkaufs- und Haushaltshilfen, Begleitung zu Arztterminen sowie pflegerische Leistungen. Technische Assistenzsysteme mit Hausnotruf und Sturzerkennung können zusätzliche Sicherheit geben. Sollte sich der Unterstützungsbedarf erhöhen, ermöglicht das Versorgungsnetzwerk des Ambulanten Dienstes auch den Übergang in teilstationäre oder stationäre Pflegeangebote.
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist das Miteinander der Generationen. Jüngere Bewohner können ältere im Alltag unterstützen. Ältere geben ihre Erfahrungen weiter, etwa bei der Kinderbetreuung oder im schulischen Alltag. Das Konzept setzt auf Freiwilligkeit und gegenseitige Unterstützung. Mit dem Hardeshof soll ein Wohnort entstehen, der Gemeinschaft ermöglicht und Rückzug respektiert. Ein Quartier, das Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen zusammenbringt.



