
Die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel durften sich ĂŒber zahlreiche Besucher ihres Flohmarkts freuen. Mit den Erlösen werden soziale Projekte unterstĂŒtzt.
Etwa 30 Personen standen bereits in der Schlange vor der frĂŒheren Tischlerei, als am Samstagmorgen die Tore zum ersten Flohmarkt der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel geöffnet wurden. Rasch fĂŒllte sich das GebĂ€ude auf dem GelĂ€nde des Bergklosters in Bestwig mit GĂ€sten aus allen Altersgruppen.
Zwei junge Frauen hatten auf Postkarten im Berufskolleg Bestwig von der Aktion erfahren und wollen sich umschauen, was es hier Tolles zu sehen gibt. Ein niederlĂ€ndisches PĂ€rchen, das seit einiger Zeit im Hochsauerland lebt, hatte ĂŒber Facebook vom Flohmarkt erfahren und sich auf den Weg gemacht, um einmal richtig schön zu stöbern.

Sogar aus Menden reiste ein Interessierter an. Er erwischte nur 15 Minuten nach der Ăffnung des Flohmarkts den letzten von etwa 10 Ăberseekoffern der Schwestern, die an diesem Tag zum Verkauf standen. Ein Ehepaar hatte in der örtlichen Presse von dem Flohmarkt gelesen und freute sich jetzt ĂŒber das groĂe Angebot, das von Truhen ĂŒber Edelstahl-KĂŒchenutensilien, Dekoartikeln, HĂŒten und Möbeln bis zu BĂŒchern aller Art reichte.
Viele glĂŒckliche Gesichter waren zu sehen. Und nicht wenige mussten sogar zweimal zu ihrem Auto laufen, um ihre TĂŒten und Kisten mit EinkĂ€ufen dorthin zu bringen, weiĂ Schwester Hanna Merget zu berichten, die die FlohmarktgĂ€ste am Eingang des Flohmarktes willkommen hieĂ und spĂ€ter auch verabschiedete.

Die Möbel, Bilder und Einrichtungsdekorationen, die zum Verkauf standen, kamen aus dem Kloster in Bestwig, erzĂ€hlen aber teilweise auch von den kleineren Konventen. Solch einen gemeinsamen Wohnraum der Schwestern hat es frĂŒher in groĂer Zahl auĂerhalb des Bergklosters in vielen Teilen Deutschlands gegeben.
Die Schwestern waren an diesem Tag zahlreich vertreten, ĂŒbernahmen den Verkauf, sorgten fĂŒr die Verpflegung der GĂ€ste und beantworteten die eine oder andere Frage zur Herkunft von GegenstĂ€nden. Eine Schwester erzĂ€hlt: âIch sah einen Mann mit einer kleinen Kommode Richtung Ausgang gehen. Die Kommode kannte ich noch aus meiner Zeit in Ahaus. Dort hatte sie als besonderes Kleinod im Flur gestanden und wir hatten sie auch einmal aufwendig restaurieren lassen. Das ist allerdings lange her. Die Kommode war auf etwas ungewöhnliche Weise in unseren Besitz gekommen. Ich habe den KĂ€ufer angesprochen und ihm davon erzĂ€hlt. Er hat sich gefreut, nicht nur eine schöne Kommode gekauft, sondern auch etwas ĂŒber deren Vergangenheit erfahren zu haben.â
âWir freuen uns, dass der Tag so gut angenommen wurde. Es ist wirklich schön, dass so viele unserer schönen Flohmarktartikel neue Besitzer gefunden haben und den KĂ€ufern jetzt Freude bereiten. Gleichzeitig freuen wir uns natĂŒrlich, dass wir mit den Erlösen unsere sozialen Projekte unterstĂŒtzen könnenâ, erklĂ€rt Schwester Johanna, Provinzoberin der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel.





























