• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
  • Zur Fußzeile springen

Schwestern der heiligen
Maria Magdalena Postel

Die Jugend bilden, die Armen unterstützen und nach Kräften Not lindern

Stellenangebote

  • Aktuell
    • Ordensgemeinschaft
    • Weltweit
    • Bildung & Erziehung
    • Seniorenhilfe
    • Gesundheitshilfe
    • Videos
    • Nachhaltigkeit
    • Ordnungen
  • Gemeinschaft
  • Weltweit
    • Bergkloster Stiftung
    • Jugendsozialarbeit in Berlin-Marzahn
    • Bolivien
    • Brasilien
    • Rumänien
    • Mosambik
  • Bildung & Erziehung
    • Gymnasien
    • Berufskollegs
    • Schulpreis für Engagement
    • Schulsozialfonds
    • Manege
    • Julie-Postel-Haus
    • Katholischer Bergkindergarten Heiligenstadt
  • Seniorenhilfe
    • Pflege und Betreuung
      • Stationäre Pflege
      • Ambulante Pflege
      • Tagespflege
      • Seniorenwohnen
      • Senioren-Wohn­ge­mein­schaf­ten
    • Ausbildung und Karriere
      • Praktikum
      • Pflegeausbildung
      • Karriere
      • Binden. Bilden. Bewegen.
    • Wir über uns
      • Unser Leitungsteam
      • Unser Führungsverständnis
      • Wir sind Persönlich. Ehrlich. Gut.
  • Servicedienste
  • Weitere Aufgaben
  • Angebote

„Am besten sind wir nur alle zusammen“

20. April 2019 in Ordensgemeinschaft
Der Vortrag von Christoph Rickels hatte auch heitere Momente - denn er sieht zuversichtlich in die Zukunft. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Der Vortrag von Christoph Rickels hatte auch heitere Momente – denn er sieht zuversichtlich in die Zukunft.

Christoph Rickels erzählt im Bergkloster am Karfreitag über sein Schicksal – und warum er das Miteinander cool machen will

Als Christoph Rickels die Bilder von jenem Augenblick zeigt, die sein Leben veränderten, ist es in der Kirche ganz still. Die Szene, wie er unvermittelt niedergeschlagen wird, hat eine Überwachungskamera festgehalten. Seitdem ist er schwerbehindert. Doch stand Rickels wieder auf und gründete das Netzwerk „First togetherness“ – „Das Miteinander zuerst.“ Davon erzählte er über 200 Besuchern am Abend des Karfreitages im Bergkloster Bestwig.

Schwester Maria Ignatia begrüßt die zahlreichen Besucher in der Dreifaltigkeitskirche. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Schwester Maria Ignatia begrüßt die zahlreichen Besucher in der Dreifaltigkeitskirche.

Er sei früher selbst jemand gewesen, der was zu sagen haben wollte. Vielleicht war er auch ein Angeber. „Ich habe wahrscheinlich viele Dinge gemacht, bei denen ich mich im Rückblick fragen muss: Warum denn?“, sagt Rickels selbstkritisch. Er weiß das vor allem von Erzählungen seiner Freunde und seiner Familie. Denn die Erinnerungen seines Lebens bis zu jenem persönlichen Karfreitag am 29. September 2007 sind so gut wie ausgelöscht.

Ein Biograf schreibt zurzeit ein Buch über ihn. „Und es berührte mich sehr, als Christoph Rickels mir verriet, dass er selbst gespannt ist, was darin stehen wird. Denn der Biograf setzt sein Leben vor dem diesem Ereignis wieder zusammen“, berichtete Schwester Maria Ignatia Langela. Sie organisiert die außergewöhnlichen Veranstaltungen am Karfreitag im Bergkloster bereits seit acht Jahren und hatte auch Christoph Rickels nach Bestwig eingeladen.

Besininliche Harfenklänge von Schwester Theresita Maria Müller stimmen auf den Vortrag ein. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Besininliche Harfenklänge von Schwester Theresita Maria Müller stimmen auf den Vortrag ein.

Schlag ins Gesicht

Die Geschichte jenes Abends im September 2007 ist schnell erzählt. In einer Diskothek hatte Rickels einer sympathischen jungen Frau einen Drink ausgegeben. Nicht ahnend, dass die einen Freund hatte, der das beobachtete. Als Christoph Rickels gehen wollte, wartete dieser Mann auf ihn am Ausgang und schlug zweimal in sein Gesicht. Offenbar aus Eifersucht.

War es ein seltsamer Zufall oder doch vielleicht Fügung, dass der frühere Hobbyfußballer und Musiker Christoph Rickels erst eine Woche zuvor ein Lied geschrieben hatte, das eine Vorahnung dieses Augenblicks zu vermitteln scheint? Darin beschreibt er beim Blick in den Spiegel seine Verzweiflung, nachdem ihn seine Freundin verließ: „Ein Mensch, wie er einst mal war, ist ab dieser Sekunde jetzt nicht mehr da.“

Aufmerksam folgen die über 200 Besucher am Karfreitag-Abend den Ausführungen von Christoph Rickels. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Aufmerksam folgen die über 200 Besucher am Karfreitag-Abend den Ausführungen von Christoph Rickels.

Die Aufnahme der Überwachungskamera zeigt Menschen, die erschrocken um Rickels herumstehen, als der auf dem Boden liegt. „So blieb ich vier Monate liegen. Im Koma“, sagt der heute 31-Jährige. Doch er fand ins Leben zurück. Und er entwickelte keinen Hass, keine Rachegefühle, sondern das Verlangen, in der Welt etwas zu verändern. Ähnlich wie Antoine Leiris, der bei dem schrecklichen Attentat von Paris im November 2015 seine Frau verlor. Und sein kleiner Sohn seine Mutter. Leiris wurde bekannt durch sein Buch „Meinen Hass bekommt Ihr nicht“. Patricia Hoppe, die Christoph Rickels aus Kassel nach Bestwig begleitete, las zu Beginn der Veranstaltung einige Einträge aus dem Blog von Antoine Leiris vor.

Das Miteinander kennt keine Grenzen. Deshalb gab Christoph Rickels seinem Netzwerk einen englischen Namen. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Das Miteinander kennt keine Grenzen. Deshalb gab Christoph Rickels seinem Netzwerk einen englischen Namen.

Tendenz zu mehr Egoismus

Christoph Rickels handelte ähnlich. Er resignierte nicht und begann über das Geschehene zu reden. Er will, dass andere daraus lernen und gründete das Netzwerk „First togetherness“, in dem er das Miteinander cool machen will. „Warum wollen heute so viele die Besten sein? Am besten sind wir nur alle zusammen“, wirbt Rickels für seine Idee. In der Gesellschaft sieht er eine gefährliche Tendenz zu immer mehr Egoismus. Dagegen will er etwas unternehmen.

Bis zur letzten Reihe waren in der Dreifaltigkeitskirche alle Plätze besetzt. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Bis zur letzten Reihe waren in der Dreifaltigkeitskirche alle Plätze besetzt.

Rückblickend staunt der 31-Jährige selbst, wie schnell das ging. Bei prominenten Unterstützern lief er offene Türen ein. Heute ist er sogar ganz offiziell Botschafter der Bundesregierung für Toleranz und Demokratie. Er erfuhr höchste politische Ehrungen. Und den Durchbruch für die Bekanntheit seines Netzwerkes erreichte er bei der Auszeichnung zum „Helden des Alltags“, die die Fernsehzeitung „auf einen Blick“ jährlich auslobt. Den Besuchern in der Dreifaltigkeitskirche zeigte er einen langen Ausschnitt daraus. „Das war soooo toll“, sagte er, ohne sich selbst dafür zu sehr loben zu wollen. Denn eigentlich sei er doch unbedeutend. Aber bei der Gala habe er viele Prominente kennengelernt, die ihn seitdem unterstützten.

Christoph Rickels zeigt Aufnahmen von seiner Ehrung zum Helden des Alltags, die ihm viele Türen für sein Netzwerk
Christoph Rickels zeigt Aufnahmen von seiner Ehrung zum Helden des Alltags, die ihm viele Türen für sein Netzwerk „First togetherness“ geöffnet hat.

Gewaltprävention an Schulen

Ein konkretes Projekt seines Netzwerkes ist das Projekt 40-40 in Kassel. 40 Schulen beschäftigen sich eine Woche lang mit dem Thema Gewaltprävention. Dabei geht auch Christoph Rickels in die Klassen und erzählt seine Geschichte, damit die Schüler wissen, was ein einziger Augenblick der Gewalt anrichten kann. „Kinder und Jugendliche wollen cool sein. Also müssen wir das Miteinander cool machen. Wenn der Schläger, der mich niederstreckte, zum Außenseiter wird, ist der nicht mehr cool. Das ist der Weg“, beschriebt Rickels mit einfachen Worten sein Ziel.

"Immer wenn ich ein Mädchen toll fand, habe ich ihm ein Lied geschrieben. Dann fand es mich auch toll", scherzt Christoph Rickels. Foto: SMMP/Ulrich Bock
„Immer wenn ich ein Mädchen toll fand, habe ich ihm ein Lied geschrieben. Dann fand es mich auch toll“, scherzt Christoph Rickels.

Auch das Engelsburg-Gymnasium der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel nimmt an dem Programm 40-40 teil. „In Kassel erreichen wir durch unsere Aktion alle jungen Menschen. Das ist großartig“, sagt Rickels. Und er hofft, dass weitere Städte dazukommen.

Die Zuschauer belohnten seinen lebendigen Vortrag, in dem auch viel Optimismus zum Vorschein kam, mit kräftigem Applaus – und mit einer Spende für sein Netzwerk, die sie am Kirchenausgang abgeben konnten. Schwester Maria Ignatia dankte Christoph Rickels mit den Worten: „Ihr Zeugnis hat uns tief berührt.“

Patricia Hoppe und Regina Goldmann zitieren zum Abschluss des Abends das Lied von Christoph Rickels, das er eine Woche vor seinem persönlichen Karfreitag geschrieben hat. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Patricia Hoppe und Regina Goldmann zitieren zum Abschluss des Abends das Lied von Christoph Rickels, das er eine Woche vor seinem persönlichen Karfreitag geschrieben hat.
Weitere Artikel:
  • Pantomimische Begegnungzwischen Leben und Tod
  • Das Leben nimmt dem Tod die Macht
  • Die Kirche geht raus
  • Ein Jahr, das prägt
  • Lebenszeugnis - Wie der Glaube das Leben eines Verbrechers zum Positiven wendete
  • teilen  
  • teilen 
  • E-Mail 
  • drucken 
  • teilen 

« „Ich kann nicht mehr weinen“
Schwester Maria Theresita Wolff † »


Was den Glauben angeht, bin ich ein bisschen aus der Art geschlagenIch bin froh, dass ich nicht gleich nach dem Abitur ins Kloster gegangen binEs war wie Liebe auf den ersten BlickEigentlich wollte ich ganz viele KinderGeschehenlassen ist etwas rhythmisches

Seitenspalte

Ordensgemeinschaft

  • Gemeinschaft
  • Pastorale Arbeit
  • Caritativer Dienst
  • Bildung & Erziehung
  • Seniorenhilfe
  • Gesundheitshilfe
  • Kloster auf Zeit
  • Mitleben auf Zeit
  • Internationaler Freiwilligendienst
  • Brasilien
  • Bolivien
  • Mosambik
  • Rumänien
  • Bergklosterstiftung
  • Spirituelle Angebote

Blickpunkt

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

© Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel · Impressum · Datenschutz · · Pressekontakt

Footer

Gemeinsam für die Ukraine

SMMP verbindet

SMMP Unterstützungsverein e.V.

Presseinformationen SMMP »

Stellenangebote bei SMMP

  • Wir suchen Lehrkräfte für Englisch und Mathematik

Spirituelle Angebote im Bergkloster Bestwig

  • SMMP intern: Wer bist du, Gott, für mich?
  • Cello statt Tourbus
  • Tanztag „Bibel getanzt“
  • „Wandle vor mir und sei ganz!“ (Gen 17,1)
  • Gruppenexerzitien: Eine Offenbarung: namenlose Frauen in den Evangelien
  • „Bibel getanzt“
  • WEG-Gemeinschaftstreffen in Kloster Oelinghausen
  • Sonnenaufgangswanderung auf der Südroute des Klosterweges
  • Besinnungstag: Umarmt vom unendlichen Leben
  • Interreligiöse Meditation

Presseinformationen SMMP »

Churchpool Katholische Termine

Seniorenhilfe SMMP

Persönlich. Ehrlich. Gut.

Stellenangebote im Bereich Pflege

  • Gesundheitsakademie SMMP
    Pflegeschule, Fort- und Weiterbildung

Mach Karriere als Mensch:
20 Gründe für eine
Ausbildung in der Pflege

Tagesbetreuung & Ambulante Pflege

  • Tagespflege im Haus Maria, Geseke
  • Ambulanter Dienst Haus Maria, Geseke
  • Martinus Tagespflege, Herten-Westerholt
  • Ambulante Dienste am Gertrudis-Hospital, Herten-Westerholt
  • Ambulanter Dienst am Südertor, Lippstadt
  • Ambulanter Dienst St. Franziskus, Oelde

Senioren-Wohngemeinschaften

  • Senioren-WG St. Lambertus,
    Ahlen-Dolberg
  • Senioren-WGs St. Ida, Dorsten-Holsterhausen
  • Senioren-WG am Bergkloster, Bestwig
  • Senioren-WG im Haus Maria, Geseke
  • Senioren-WG St. Pankratius,
    Geseke-Störmede
  • Senioren-WGs St. Martinus, Herten
  • Senioren-WGs am Südertor, Lippstadt
  • Senioren-WG Maria, Lippstadt-Bökenförde
  • Senioren-WGs St. Franziskus, Oelde
  • Senioren-WG St. Vitus,
    Oelde-Sünninghausen

Seniorenwohnen

  • Seniorengerechtes Wohnen in Oelde-Stromberg
  • Betreutes Seniorenwohnen an der Stadtkirche in Geseke
  • Betreutes Wohnen Haus Elisabeth, Herten-Westerholt
  • Betreutes Wohnen am Haus St. Josef, Heiden
  • Franziskusstift: Betreute Senioren-Hausgemeinschaft

Stationäre Pflege

  • Haus Maria, Geseke
  • Haus St. Josef, Heiden
  • Haus St. Martin, Herten-Westerholt
  • Seniorenzentrum Am Eichendorffpark, Oelde-Stromberg
  • Haus St. Josef, Wadersloh
  • Haus Maria Regina, Wadersloh-Diestedde

Bergkloster Stiftung SMMP


SMMP Bildung & Erziehung

  • Mitleben auf Zeit
  • Bildungsakademie für Therapieberufe
    (Ergotherapie, Physiotherapie)
  • Bildungsakademie Canisiusstift
    (Ergotherapie, Physiotherapie)
  • Manege
  • Julie-Postel-Haus
  • Katholischer Bergkindergarten Heiligenstadt

Gymnasien

  • Engelsburg-Gymnasium Kassel
  • Walburgisgymnasium & Walburgisrealschule Menden

Berufskollegs

  • Berufskolleg Bergkloster Bestwig
  • Berufskolleg Canisiusstift Ahaus
  • Placida-Viel-Berufskolleg Menden
    Preisträger des Deutschen Schulpreises 2022
  • Katholische Berufsbildende Schule, Bergschule St. Elisabeth Heiligenstadt

Gesundheitshilfe SMMP

  • Katholisches Klinikum
    Ruhrgebiet Nord
  • Praxis für Ergo­therapie
  • Praxis für Physio­therapie

SMMP Servicedienste

  • Catering & Facility Management

Zu Gast im Kloster

Von Kloster zu Kloster

Ein spiritueller Wanderweg