
Schüler freuen sich – und wünschen sich jetzt noch Computer und eine Diskokugel
Genau vier Jahre nach der Inbetriebnahme der neuen Chemieräume wurden zum heutigen Walburga-Fest am Walburgisgymnasium in Menden in den beiden darunter liegenden Etagen die neuen Aufenthaltsräume für die Gymnasiasten eröffnet.
„Als wir damals den Bauraum unter den naturwissenschaftlichen Fachräumen frei ließen, haben wir uns gesagt: Wer weiß, wofür es gut ist. Jetzt zeigt sich, dass es sehr gut war“, freute sich der Leiter des Geschäftsfeldes Bildung und Erziehung für die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel, Michael Bünger. Denn Betreuungsangebote und über Mittag werden in dem G8-Gymnasium immer wichtiger. 100.000 Euro Fördermittel aus dem sogenannten 1.000-Schulenprogramm und 103.000 Euro des Schulträgers haben die Maßnahme möglich gemacht.

In den Anteil des Schulträgers flossen zum großen Teil freiwillige Beiträge der engagierten Elternschaft ein. „Ihnen gilt unser besonderer Dank. Denn ohne diese Gelder wäre dieser Ausbau nicht möglich geworden“, unterstrich Schulleiterin Schwester Maria Thoma Dikow vor den 150 ausgewählten Schülern aller Klassen und ihrem Kollegium.
Die Räume sind jeweils um die 120 Quadratmeter groß. Und da der Schulbetrieb aller Gymnasien des Landes zurzeit auf das achtjährige Abitur umgestellt wird, sind solche Aufenthaltsmöglichkeiten immer wichtiger. Denn dafür, dass die Schulzeit zum Abitur um ein Jahr verkürzt wurde, gibt es mehr Nachmittagsunterricht. Und die Mittagspause will sinnvoll genutzt sein. „Die Schule ist immer mehr ein Lebensraum. Lebensraum hieß in diesem Jahr auch das Motto unseres Walburga-Tages“, erklärt die Schulleiterin. An diesem Tag widmen sich alle Klassen einem besonderen Thema: von der Kirchenbesichtigung bis zur Frage der eigenen Berufung. Dazu passe die Eröffnung der neuen Aufenthaltsräume.
Kreative Ideen vom Bücherregal bis zum 3D-Kino
Auch die Schüler freuten sich. Augenzwinkernd erklärten Hannah Löwer und Moritz Litterst aus der 11. Jahrgangsstufe stellvertretend für die Schülerschaft: „Endlich brauchen uns die Lehrer während der Pausen und Betreuungszeiten nicht mehr in die Kälte zu schicken.“

Alle Klassen waren aufgefordert worden, Ideen für die weitere Ausgestaltung der Räume zu sammeln und bei der offiziellen Eröffnung vorzutragen. Die reichte von Bücherregalen und Computern über Kuschelecken und bunten Wandbildern bis zur Discokugel und dem 3D-Kino. Schwester Maria Thoma erklärte: „Wir werden noch sehen, was sich davon umsetzen lässt.“ Die Aufstellung von Getränkeautomaten und der Ausbau einer kleinen Küche seinen schon geplant.
Ihren Dank richtete sie auch an den Architekten Stephan Voss vom Architekturbüro Simon-Hilker, der auf alle Wünsche eingegangen sei, an Hausmeister Roman Demski, der für einen möglichst ungestörten Schulbetrieb in der Bauphase sorgte und Michael Bünger für die erfolgreichen Verhandlungen um Zuschüsse und Genehmigungen. Und sie dankte Provinzoberin Schwester Pia Elisabeth Hellrung: „“Ihr Kommen zeigt, wie sehr uns der Schulträger verbunden ist und dass er an der Weiterentwickelung der schule interessiert ist.“

Auch die stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft, Birgit Albrecht, freute sich über das Ergebnis: „Geld allein hilft nicht. Alle Seiten mussten alle gut zusammenarbeiten, um diese Räume zu schaffen. Das hat prima funktioniert.“
„Hier könnt Ihr Verantwortung zeigen“
Zum Abschluss der Feierstunde segnete Diakon Michael Kammradt die neuen Räume ein. Er erinnerte daran, dass das Walburgisgymnasium erst wenige Tage zuvor das europaweit geltende Zertifikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten habe: „Ihr wollt als Schüler Ausgrenzung verhindern. Diese Räume sind Räume der Begegnung. Hier könnt Ihr das fortsetzen. Hier könnt Ihr zeigen, wie verantwortlich Ihr miteinander umgehen könnt.“
