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In möglichen Krisensituationen Ruhe bewahren

24. September 2010 in Bildung & Erziehung
Bei der Herbsttagung der SMMP Erziehungs- und Bildungseinrichtungen in Heiligenstadt diskutiert der für ein Rollenspiel zusammengestellte Krisenstab die erforderlichen Maßnahmen nach einem schweren Unfall. Foto: SMMP/Bock
Bei der Herbsttagung der SMMP Erziehungs- und Bildungseinrichtungen in Heiligenstadt diskutiert der für ein Rollenspiel zusammengestellte Krisenstab die erforderlichen Maßnahmen nach einem schweren Unfall.

Leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SMMP-Bildungseinrichtungen üben Umgang mit Drohungen und außergewöhnlichen Situationen

„Freitag 15 Uhr: Vorhang auf, drei Schritte zurück und Waffe ziehen.“ Als Kerstin Kocura von einer Schülerin des Placida Viel Berufskollegs vor dem Elternsprechtag im Frühjahr über das soziale Netzwerk Facebook im Internet diese Botschaft aufspürte, wurde ihr mulmig. Viele Schulen sehen sich in letzter Zeit mit solchen – oft unbedachten – Drohungen konfrontiert. Aber was, wenn sie ernst gemeint sind? Umgehend informierte die stellvertretende Schulleiterin ihre Kollegen – und dann die Polizei. Die vernahm die betreffende Schülerin noch vor Unterrichtsbeginn am nächsten Morgen in der Schule. Darüber, wie man mit solchen Situationen umgeht, diskutierten jetzt die Leitungen aller Bildungseinrichtungen der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel bei ihrer Herbsttagung in Heiligenstadt.

Krisenintervention im Rollenspiel: Die Betriebsleitungen der SMMP-Bildungs- und Erziehungseinrichtungen wollen fur den Ernstfall gerüstet sein. Ob es eine anonyme Drohung oder ein schwerer Unfall ist. Foto: SMMP/Bock
Krisenintervention im Rollenspiel: Die Betriebsleitungen der SMMP-Bildungs- und Erziehungseinrichtungen wollen fur den Ernstfall gerüstet sein. Ob es eine anonyme Drohung oder ein schwerer Unfall ist.

„Als Schulen sind wir ein Spiegel der Gesellschaft. Da kommen solche Drohungen vor. Und auch, wenn es nur selten ist, wollen wir das Thema ernst nehmen und präventiv gegensteuern“, erklärt Michael Bünger, Geschäftsfeldleiter für den Bereich Bildung und Erziehung bei den Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel. Als christlicher Träger wolle man diese Frage auch zum Anlass nehmen, über die gesellschaftlichen Veränderungen und deren Folgen für das Miteinander insgesamt nachzudenken.

In Menden war die Situation unter Kontrolle geblieben. In Gesprächen mit der Schülerin, einer angehenden Abiturientin, hatte sich herausgestellt, dass sie diese Worte im Affekt geschrieben und nicht wörtlich gemeint habe. Hinterher tat es ihr leid. „Aber wie wollen wir heute unterscheiden, was wir ernst nehmen müssen und was nicht?“, fragt Ellen Sickes, Leiterin des Julie-Postel-Hauses in Bestwig. Auch ihr Team ist in dem Jugendwohnheim häufig mit den Konflikten junger Menschen in Berührung.

Tragfähige Beziehungen gibt es immer seltener

„Tatsache ist, dass unsere Welt immer komplexer und schnelllebiger wird. Das Wertesystem gerät aus den Fugen, die Gesellschaft wird multikultureller und multireligiöser. Tragfähige Beziehungen gibt es immer seltener und Verluste solcher Beziehungen häufiger“, fasste der Kriseninterventionsexperte und frühere Pastor Frank C. Waldschmidt bei der Tagung im Marcel-Callo-Haus in Heiligenstadt zusammen. Einen ganzen Tag lang beriet der Experte die Schul-, Wohnheim- und Kindergartenleitungen im Hinblick auf Gewaltprävention und Krisenmanagement. Dabei stellte er heraus, dass der Grundstein zur Fähigkeit, eine solche Ausnahmesituation zu bewältigen, schon im Kindergarten gelegt wird: „Kinder, die in einem tragfähigen Beziehungssystem mit Extremsituationen konfrontiert werden, werden damit sehr viel gelassener umgehen als Erwachsene“, erklärte Frank C. Waldschmidt.

Auch die Leiterin des Bergkindergartens, Schwester Theresia Raabe, und ihre Stellvertreterin Jutta Scheide haben in ihrer Einrichtung in Heiligenstadt schon Krisenmomente erlebt: als ein Kind aus ihrer Einrichtung gestorben war. „Das haben wir zusammen mit den Kindern und den Familien gut bewältigt. Und als christliche Einrichtung haben wir auch Begleitung, Gebete und Gottesdienste angeboten.“

Der Kriseninterventionsexperte Frank C. Waldschnitt berichtete inHheiligenstadt auch über seine Erfahrungen in Extremsituationen. Foto: SMMP/Bock
Der Kriseninterventionsexperte Frank C. Waldschnitt berichtete in Heiligenstadt auch über seine Erfahrungen in Extremsituationen.

Christliche Rituale bieten einen guten Rückhalt

Der Referent bestätigt, dass christliche Rituale ein gutes Instrumentarium seien, solche Phasen zu überstehen: „Eben weil sie jenen Halt und jene Werte vermitteln, die heute oft fehlen.“ Aber wenn man als Einrichtung in eine solche Krise gerate – sei es der Todesfall eines Kollegen, der Suizid eines Schülers oder die Androhung eines Amoklaufes – müsse es klare Verhaltensregeln für alle geben. Und eine starke Führung: „Wichtig ist, dass die zentrale Botschaft bei allen ankommt und einheitlich kommuniziert wird.“

Waldschmidt wusste von Eltern zu berichten, die schon mit Kühltaschen auf dem Schulhof standen, weil sie im Radio hörten, dass die Schule aufgrund eines Gaslecks an einer Pipeline evakuiert werden musste – weil die Informationspolitik nicht funktionierte. Denn die Pipeline war 500 Meter entfernt und für die Kinder bestand gar keine Gefahr. Oder er erzählte von der Hilflosigkeit eines Schulleiters, der dazu riet, den Suizid eines Lehrers im Kollegium und gegenüber den Schülern möglichst nicht zu thematisieren. „Wenn es schon einen schrecklichen Vorfall gegeben hat, ist es das Wichtigste, den Betroffenen Räume zu geben, sich darüber auszutauschen. Die Bewältigung eines traumatischen Erlebnisses benötigt vor allem Zeit“, so der Krisenberater.

Erprobung einer Krise im Rollenspiel

Nachmittags wurde die Bewältigung einer Krise im Rollenspiel erprobt. Dazu hatte Frank Waldschmidt das Szenario eines schrecklichen Unfalls vor den Toren eines SMMP-Campus‘ mit Kindergarten, Gymnasium und Berufskolleg erfunden. Dabei wurden ein Schüler und ein Kindergartenkind schwer verletzt, deren Mutter getötet. Die Übung half, die Verhaltensstrategien einzuüben und zu überprüfen. „Sagen wir den Kindern, dass Lena schwer verletzt ist? Erzählen wir ihnen von dem Tod der Mutter? Und wie bringen wir ihnen das bei?“, überlegte das Krisenteam des Kindergartens. Währenddessen waren die Verantwortlichen des Berufskollegs damit beschäftigt, die Schüler aus den Klassen zu holen, deren Fenster der Unfallstelle zugewandt sind. Und das Gymnasium holte die Klasse 9a mit dem Schulseelsorger und dem Schülerverantwortlichen des Krisenteams zusammen, um ihr die Nachricht von der Verletzung ihres Mitschülers und dem Tod seiner Mutter zu überbringen.

„Ein furchtbarer Vorfall, der aber jederzeit passieren kann. Und der uns schnell irrational reagieren lässt, wenn die Verantwortlichkeiten und Entscheidungsstrukturen dann nicht festgelegt sind“, so Frank C. Waldschmidt. Den beteiligten Einrichtungsleitern stellte er nach der Übung ein positives Zeugnis aus: „Man hat gespürt, dass Sie gut zusammenarbeiten. Sie sind offen mit der Situation umgegangen und haben die richtige Strategien gewählt, Verunsicherung, Betroffenheit und Trauer zu bewältigen. Nach jeder Nacht kommt ein Tag. Deshalb muss man jede kritische Situation konstruktiv angehen. Auch, weil sie einen persönlich weiter bringt.“

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