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„Nicht mehr geben, sondern vor allem weniger nehmen“

16. Mai 2008 in Ordensgemeinschaft

Gotthard Dobmeier sprach beim Placida-Empfang in Heiligenstadt über ökologische Verantwortung

„Die Völker des Südens verlangen nicht, dass wir Ihnen mehr geben – sie erwarten vor allem, dass wir uns weniger nehmen“, erklärte der langjährige Umweltbeauftragte der Erzdiözese München und Freising, Gotthard Dobmeier, beim Placida-Empfang am Freitag, 16. Mai, im Bergkloster Heiligenstadt. Der Theologe referierte über die ökologische Verantwortung der Kirche und rief dabei auch zu einer neuen, globalen Ethik auf. Die fast 200 Gäste hörten seinem engagierten Vortrag mit großer Aufmerksamkeit zu und durften auch ganz konkrete Anregungen mit nach Hause nehmen.

Begonnen hatte der Empfang mit einer Vesper in der Bergklosterkirche. Rektor Bernd Kucklick erinnerte dabei an den Lebensweg der seligen Schwester Placida Viel, die 1862 die erste deutsche Niederlassung der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel gründete: Auch sie habe auf Ihren Reisen schon global gedacht, neue Wege beschritten und dabei immer auf Gott vertraut. Vor diesem Hintergrund bezeichnete sie der Rektor als eine „Selige der Globalisierung, des Machbaren und des Gebetes“.

Beispiel Mosambik

Heute sind die französische und die deutsche Ordensgemeinschaft sogar in vier Kontinenten zu Hause. Generaloberin Schwester Aloisia Höing war erst wenige Tage vor dem Placida-Empfang aus Mosambik zurückgekehrt. In ihrer Einleitung zu dem Vortrag von Gotthard Dobmeier schilderte sie einige Eindrücke ihrer Visitationsreise: „Wie reich könnte dieses Land sein, wäre es bloß ausreichend mit Wasser versorgt?“, fragte sie sich. Aber um das zu gewährleisten, müssten noch viele Hindernisse überwunden werden. Und dabei sei Mosambik weitgehend auf sich gestellt, obwohl auch die Luftverschmutzung schon spürbare zunehme: „Ob durch die Feinpartikel des Straßenstaubes oder dadurch, dass der Müll einfach hinter den Häusern verbrannt wird. Aber diese Menschen haben noch viel existentiellere Probleme, als dass sie bereit wären sich mit Umweltschutz zu beschäftigen.“

Genau diese Last aber versuchten die Industriestaaten der nördlichen Hemisphäre den armen Ländern im Süden aufzubürden, kritisierte Gotthard Dobmeier: „80 Prozent der Ressourcen werden von nur 20 Prozent der Bevölkerung in Anspruch genommen. Und diese Ressourcen stammen überwiegend aus den armen Ländern. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.“

Planet wird wieder wüst und leer

Dobmeier, der seit seiner Pensionierung immer noch Ansprechpartner der deutschen Bischofskonferenz für Umweltfragen ist, näherte sich dem Thema theologisch, ethisch und schließlich ganz pragmatisch.

Er erinnerte an den Text „Die letzten sieben Tage der Erde“ von Jörg Zink, in dem sich die Menschen von Gott lossagen und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen wollen. Mit dem Ergebnis, dass die Erde am siebten Tag dieser Erfolgsgeschichte wieder wüst und leer ist. „Wir müssen sehr darauf achten, dass es nicht tatsächlich soweit kommt.“

Bibel gibt Ratschläge

Interessanterweise enthalte schon die Bibel eine Reihe richtungsweisender Ratschläge, die darauf hinweisen, dass der Satz „Macht Euch die Erde untertan“ nicht mit einer Erlaubnis zur rücksichtslosen Ausbeutung gleichzusetzen sei. „Im Gegenteil: Sogar im Alten Testament steht schon, dass man seine Äcker im siebten Jahr nicht bewirtschaften soll. Das Wissen um eine notwendige Regeneration des Bodens ist darin enthalten. Die heutige Landwirtschaft sollte darüber mal nachdenken…“

Ethisch betrachtet ginge es bei dem verantwortungsvollem Umgang mit den Ressourcen vor allem um Nachhaltigkeit. „Wir dürfen unsere Bedürfnisse nur soweit befriedigen, wie es auch unsere Nachfahren können“, formulierte Gotthard Dobmeier ein simples Prinzip. Dass technische Innovationen dabei nur bedingt Auswege darstellen, machte er am Beispiel Biosprit deutlich: „Die Anstrengungen in Brasilien mag die Bundeskanzlerin auf ihrer Südamerikareise ja sehr begrüßen – aber wenn wir in Europa, wie geplant, erheblich mehr Autos auf Biodiesel umstellen wollen, sind wir bei der Bereitstellung der notwendigen Rohstoffe schon wieder auf die Länder des Südens angewiesen. Bei uns fehlen doch die Flächen, um die nötige Menge an Raps anzubauen…“

Energie sparen

Eine wirkliche Lösung bestünde deshalb nur darin, dass die Industrieländer ihre Ansprüche zurückschrauben sowie Energie und Rohstoffe sparen. Es sei wahrscheinlich ein Lernprozess, dass man auch gut leben könne ohne viel zu haben, unterstrich Gotthard Dobmeier im letzten Teil seines Vortrages zur praktischen Umsetzung. Vieles ließe sich zudem schon ohne große Investitionen erreichen: „Wenn zum Beispiel Möbel vor den Heizkörpern stehen oder Vorhänge darüber hängen, muss man den Regler nicht einfach hoch drehen, um es wärmer zu haben. Es kann schon reichen, wenn wir die Couch woanders hinstellen und die Gardinen kürzen…“

Auch müssten viele Funktionsgebäude an Wochenenden nicht genauso geheizt sein wie an Werktagen. „Und wenn man den Energieverbrauch vor allem in den Spitzenzeiten etwas senkt, ist das nicht nur ökologisch gedacht, sondern ebenso ökonomisch. Es spart Geld“, nannte Dobmeier noch ein weiteres Argument, das eigentlich jeden zum Mitmachen anstiften sollte. Abschließend warf er den Blick auf eine Karikatur, die einen Hobbygärtner beim Gießen eines kleinen Bäumchens zeigt. Die Hängematte ist schon angeknotet: „Zwar wird es noch dauern, bis er sich darauf ausruhen kann -aber bis dahin arbeitet er unermüdlich an seinem Ziel weiter, und er gönnt sich dazu die nötige Zeit.“ Soviel Weitblick, Ausdauer und Genügsamkeit wünschte der Referent auch den reichen Ländern – damit die armen eine Zukunft haben.

Gedankenaustausch

Ein Imbiss und die Einladung zum weiteren Gedankenaustausch im Thomas Morus-Haus rundeten den Placida-Empfang ab. Wieder hatte die eigene Klosterküche mit den Auszubildenden der berufsbildenden Bergschule kulinarische Köstlichkeiten vorbereitet. Und viele Gäste waren noch zwei Stunden nach dem Ende des Vortrages von Gotthard Dobmeier da.

Zu den Fotos:
Der Placida-Empfang begann mit einer Vesper in der Bergklosterkirche. Dort erinnerte Recktor Bernd Kucklick an Sr. Placida Viel als „Selige der Globalisierung.“ Ein Musikstück an der keltischen Harfe leitete dann im Placidasaal zu dem offiziellen Teil über. Gespielt wurde das Instrument von Sr. Theresita Maria Müller, die auch für den weiteren musikalischen Rahmen sorgte. Generaloberin Sr. Aloisia Höing begrüßte die knapp 200 Schwestern und Gäste und nahm Bezug auf ihre Visitationsreise mit Sr. Theresia Lehmeier nach Mosambik. Sie schilderte den Kontrast, den die Armut und Einfachheit dort gegenüber dem Leben in Deutschland darstellt. Auf den Kontrast wischen Arm und Reich ging auch Gotthard Dobmeier in seinem Referat über die ökologische Verantwortung ein. Dabei verlangten die Armen nicht, dass wir ihnen mehr geben, sondern dass wir ihren weniger nehmen. Seine Ausführungen lockerte er mit einigen Karikaturen auf. Schließlich endete der Placida-Empfang mit Begegnungen und Gesprächen im Thomas Morus-Haus. Dazu hatte die Klosterküche mit den Auszubildenden der Berufsbildenden Bergschule einen köstlichen Imbiss bereitet. Alle Fotos: SMMP

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Was den Glauben angeht, bin ich ein bisschen aus der Art geschlagenIch bin froh, dass ich nicht gleich nach dem Abitur ins Kloster gegangen binEs war wie Liebe auf den ersten BlickEigentlich wollte ich ganz viele KinderGeschehenlassen ist etwas rhythmisches

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