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„Dieses Wanderzeichen wird sicher zum Markenzeichen“

9. Juni 2022 in Ordensgemeinschaft

Der spirituelle Wanderweg zwischen der Abtei Königsmünster in Meschede und dem Bergkloster Bestwig ist nun offiziell eröffnet

Vertreterinnen und Vertreter der beiden Klöster, der Kommunen, des Erzbistums, des Dekanats und des Pastoralen Raums Meschede-Bestwig, des Sauerländischen Gebirgsvereins sowie des LEADER-Büros freuen sich über die offizielle Eröffnung des Spirituellen Wanderweges von Kloster zu Kloster. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Vertreterinnen und Vertreter der beiden Klöster, der Kommunen, des Erzbistums, des Dekanats und des Pastoralen Raums Meschede-Bestwig, des Sauerländischen Gebirgsvereins sowie des LEADER-Büros freuen sich über die offizielle Eröffnung des Spirituellen Wanderweges von Kloster zu Kloster.

„Schon Maria Magdalena Postel und Benedikt von Nursia waren Pilger gewesen. So verbindet dieser Weg jetzt zwei Orte miteinander, in denen der Ursprung des Pilgerns grundgelegt ist“, betonte Abt Aloysius Althaus zur Eröffnung des Spirituellen Wanderweges zwischen dem Bergkloster Bestwig und der Abtei Königsmünster. Und die Bürgermeister von Meschede und Bestwig, Christoph Weber und Ralf Péus, sind sich einig, dass er eine Strahlkraft über die Region hinaus besitzt.

Abt Aloysius Althaus und Schwester Aloisia Höing eröffnen den Spirituellen Wanderweg offiziell mit einem Segensgebet. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Abt Aloysius Althaus und Schwester Aloisia Höing eröffnen den Spirituellen Wanderweg offiziell mit einem Segensgebet.

Am Donnerstagnachmittag wurde der jetzt vom Sauerländischen Gebirgsverein offiziell gezeichnete und ausgestaltete Weg im Bestwiger Ortsteil Föckinghausen in großer Runde offiziell eröffnet. Anwesend waren über 20 Vertreterinnen und Vertreter der beiden Klöster, der Kommunen, der Kirche und des SGV. Schwester Aloisia Höing, Provinzassistentin der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel, dankte dem Arbeitskreis, der sich aus Schwestern, Brüdern und Mitarbeitern beider Klöster sowie Norbert Arens als Leiter der Tourist-Informationen in Meschede und Bestwig zusammensetzt, für „die Initiative, Arbeit und Kreativitat, die in diesem Weg steckt.“

Südroute, das blaue KW-Symbol für die Nordroute. Hier markiert Wegezeichner rauiner Tielemann den Weg. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Das rote KW-Symbol steht für die Klosterweg-Südroute, das blaue KW-Symbol für die Nordroute. Hier markiert Wegezeichner Rainer Tielemann den Weg.

Idee ist über Jahre gewachsen

Die Idee des spirituellen Wanderweges hatten die Ordensgemeinschaften bereits 2013. Bis 2015 wurden zwei Routen entwickelt. Nochmals zwei Jahre später haben die beiden Klöster den Weg erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem erfreut er sich immer größerer Beliebtheit. Pater Maurus Runge sagt: „Die verschiedenen Impulse entlang des Weges nehmen Bezug auf Wegmarken. Sie haben sich mit der Zeit organisch entwickelt.“

„Die Corona-Zeit hat uns bewusst gemacht, in welch schöner Gegend wir hier leben. Viele haben das Wandern für sich entdeckt. Da nehme ich mich nicht aus“, erklärt Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus. So habe er auch das KW-Zeichen erstmals entdeckt: „Ich bin überzeugt, dass dieses Wanderzeichen für unsere Gemeinden bald auch ein Markenzeichen wird.“

Der Weg hat zu jeder Jahrezeit seinen Reiz. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Der Weg hat zu jeder Jahrezeit seinen Reiz.

Und Meschedes Bürgermeister Christoph Weber sagt: „Danke, dass sich diese Klöster auch auf diese Weise öffnen.“ Bei den Recherchen zur Stadtgeschichte sei ihm immer wieder aufgefallen, welch große Bedeutung die Kirche und vor allem die Klöster für Meschede gehabt hätten. Auch das mache dieser Weg wieder deutlich.

Pilgerwege entsprechen dem Zeitgeist

ie Nordoute des Spirituellen Wanderweges bei Eversberg. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Die Nordoute des Spirituellen Wanderweges bei Eversberg.

Norbert Arens betont: „Themenwege entsprechen dem Zeitgeist, das Pilgern ganz besonders. Auch wir haben dazu in unseren Tourist-Informationen schon positive Rückmeldungen von Besucherinnen und Besuchern erhalten, die sonst wenig Berührungspunkte mit der Kirche haben.“

Tatsächlich zählen beide Klöster mittlerweile pro Jahr schon mehrere hundert Übernachtungen von Gästen, die den Klosterweg als Grund für ihre Anreise angeben.

Stelen wie diese markieren die Spirituellen Impulse. Der QR-Code führt direkt auf den Text. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Stelen wie diese markieren die Spirituellen Impulse. Der QR-Code führt direkt auf den Text.

Pfarrer Michael Schmitt, Leiter des Pastoralen Raumes Meschede-Bestwig, erinnerte an ein Zitat des in Bestwig Velmede geborenen Ruhrbischofs Franz Hengsbach: „Europa hat mehr von seinen Wegen gelebt als von seinen Grenzen. Wallfahrten – das sind unsere Wege.“ Und Thomas Gemke, Präsident des Sauerländischen Gebirgsvereins, verwies auf die Begegnungen und den kommunikativen Charakter des Wanderns: „Da wechselt man häufiger die Gesprächspartner als wenn man nur zusammen sitzt.“ Beim Wandern passiere viel – „es macht etwas mit uns.“

„Themen- und Pilgerwege liegen vielleicht deshalb im Trend, weil sie die Frage nach dem Sinn des Lebens wachhalten“, erläutert Sr. Maria Ignatia. Solche Angebote seien wichtig, da immer mehr Menschen in den Kirchen keine Antworten mehr auf ihr spirituelles Bedürfnis fänden. „Unterwegssein ist eine urmenschliche Erfahrung, die in allen Kulturen und Religionen wichtig ist. Auch die Bibel ist voller Geschichten von Menschen auf dem Weg“, ergänzt Pater Maurus Runge. Und Bruder Anno Schütte schreibt in dem Begleitheft zum Klosterweg: „Wer geht – auch in sich –, erfährt Weite. Wer beweglich ist, nimmt die Wirklichkeit vielschichtiger, bunter und multiperspektivischer wahr.“

Remmert übergibt die offiziellen Förderschilder für den Klosterweg. Foto: SMMP/Ulrich Bock
LEADER-Regionalmanagerin Miriam Schulte-Remmert übergibt die offiziellen Förderschilder für den Klosterweg.

Gefördert als LEADER-Projekt

Über eine 80-prozentige Kleinprojektförderung des Leader-Programms „4 mitten im Sauerland“ konnten die beiden Routen nun mit Mitteln des Bundes, des Landes NRW und der Lokalen LEADER-Aktionsgruppe im Rahmen des Regionalbudgets offiziell ausgeschildert und ausgestaltet werden. „Insgesamt mit über 13.000 Euro“, erklärt LEADER-Regionalmanagerin Miriam Schulte-Remmert.

Pater Maurus Runge gibt dem WDR ein Interview. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Pater Maurus Runge gibt dem WDR ein Interview.

Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) hat sie mit dem Kürzel „KW“ (für Klosterweg) gezeichnet. Die Südroute ist durch ein rotes KW-Logo ausgewiesen, die Nordroute mit einem blauen Logo. Außerdem wurden und werden entlang des Weges zusätzliche Sitzgelegenheiten errichtet. Darüber hinaus gibt es jetzt an beiden Klöstern Informationstafeln. Und über das Projekt „Orte verbinden“ des Erzbistums Paderborn haben die insgesamt 19 spirituellen Impulse entlang beider Routen separate Stelen erhalten. An ihnen ist mit dem Smartphone ein QR-Code ablesbar, der direkt auf den Text des jeweiligen Impulses führt.

Zwei Tagesetappen

Auch an den „Kantenköppen“ in Wehrstapel führt der Spirituelle anderweg vorbei.

Beide Routen sind etwa 16 Kilometer lang. Dies entspricht einer Tagesetappe. Dabei laden die Impulse zum Nachdenken über das eigene Leben ein: etwa im Hinblick auf unsere Verantwortung gegenüber der Schöpfung, das eigene Verhalten gegenüber Mitmenschen oder die Achtsamkeit gegenüber sich selbst. „Der Weg wendet sich ausdrücklich an alle, die sich auf diese Weise inspirieren lassen wollen – unabhängig davon, welcher Religion sie angehören, ob sie gläubig sind oder nicht“, betont Schwester Laetitia Müller.

Ein neu gestaltetes, 60-seitiges Begleitheft mit den Texten aller spirituellen Impulse, Fotos, ausführlichen Wegbeschreibungen und ergänzenden Erläuterungen in den Klöstern und den Tourist-Informationen Meschede und Bestwig erhältlich.

Geführte Wanderungen

Zweimal jährlich finden geführte Wanderungen statt. Hier trägt Schwester laetitia Müller einer Gruppe einen Spirituellen Impuls vor. Foto: SMMP/Bock
Zweimal jährlich finden geführte Wanderungen statt. Hier trägt Schwester laetitia Müller einer Gruppe einen Spirituellen Impuls vor.

Am Sonntag, 3. Juli, und am Sonntag, 7. August, gibt es zwei geführte Wanderungen auf dem Klosterweg: Am 3. Juli zunächst auf der Nordroute von der Abtei Königsmünster zum Bergkloster Bestwig. Beginn ist um 11 Uhr an der Pforte der Abtei. Und am 7. August über die Südroute von Bestwig nach Meschede. Treffpunkt ist dann um 10 Uhr an der Pforte des Bergklosters. Beide Wanderungen dauern einschließlich Gottesdienst und Pausen etwa sechs bis sieben Stunden. Am frühen Nachmittag gibt es Einkehrmöglichkeiten zu Kaffee und Kuchen. Rückfahrmöglichkeiten bestehen über Fahrgemeinschaften, per Bus oder Bahn.

Informationen im Internet:

Auf der Internetseite des Klosterweges gibt es die genauen Streckenprofile, GPX-Tracks zum Download, aktuelle Hinweise und weitere Kontaktdaten. Die Texte der spirituellen Impulse befinden sich mit entsprechender Karte außerdem auf der Internetseite des Programms Orte verbinden des Generalvikariats Paderborn

Schwester Maria Ignatia langela, Schwester Laetitia Müller, Bruder Anno Schütte und Pater Marurs Runge vor der Hinweistafel am Bergkloster Bestwig. Eine ähnliche Tafel steht vor der Abtei Königsmünster. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Schwester Maria Ignatia langela, Schwester Laetitia Müller, Bruder Anno Schütte und Pater Marurs Runge vor der Hinweistafel am Bergkloster Bestwig. Eine ähnliche Tafel steht vor der Abtei Königsmünster.
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Was den Glauben angeht, bin ich ein bisschen aus der Art geschlagenIch bin froh, dass ich nicht gleich nach dem Abitur ins Kloster gegangen binEs war wie Liebe auf den ersten BlickEigentlich wollte ich ganz viele KinderGeschehenlassen ist etwas rhythmisches

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