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Pilgern von Kloster zu Kloster

7. Juni 2017 in Ordensgemeinschaft
Freuen sich auf die Eröffnung des spirituellen Wanderweges(v.l.) Dekanatsreferent Michael Kloppenburg, Norbert Arens vom Touristik-Verbund Rund um den Hennesee, Bruder Anno Schütte, Schwester Maria Ignatia Langela, Pater Maurus Runge und Schwester Laetitia Müller. Foto: SMMP/Bock
Freuen sich auf die Eröffnung des spirituellen Wanderweges(v.l.) Dekanatsreferent Michael Kloppenburg, Norbert Arens vom Touristik-Verbund Rund um den Hennesee, Bruder Anno Schütte, Schwester Maria Ignatia Langela, Pater Maurus Runge und Schwester Laetitia Müller.

Impulse auf dem spirituellen Wanderweg von der Abtei Königsmünster zum Bergkloster Bestwig hinterfragen den eigenen Lebensweg

Am Mittwoch haben die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel und die Benediktiner der Abtei Königsmünster den gemeinsam entwickelten spirituellen Wanderweg von Kloster zu Kloster vorgestellt. Dieser Weg verbindet die Abtei Königsmünster in Meschede und das Bergkloster Bestwig auf zwei etwa 15 Kilometer langen Routen. Jeweils neun Stationen geben Impulse, das eigene Leben zu reflektieren. Am 25. Juni wird der Weg offiziell eröffnet.

Der Klosterweg bietet abwechselungsreiche Ausblicke und Panoramen - wie hier vom Heimberg aus ins Ruhrtal.
Der Klosterweg bietet abwechselungsreiche Ausblicke und Panoramen – wie hier vom Heimberg aus ins Ruhrtal.

„Das ganze Leben ist ein Unterwegs-Sein. Deshalb heißt es ja auch Lebensweg“, erklärt Bruder Anno Schütte aus der Abtei Königsmünster. Und Schwester Maria Ignatia Langela aus dem Bergkloster Bestwig erinnert an die Redewendung: „Wenn nichts mehr geht, dann geh‘!“ In der heutigen Zeit stünden Menschen immer häufiger vor wegweisenden Entscheidungen. Daher wolle der Weg Suchenden helfen, Orientierung zu finden. „Nicht nur für Christen“, wie Schwester Maria Ignatia betont.

Zeichen der Vergänglichkeit: Die Burgruine in Meschede-Eversberg. Foto: SMMP/Bock
Zeichen der Vergänglichkeit: Die Burgruine in Meschede-Eversberg.

Die Impulse befassen sich meist mit allgemeinen Lebensfragen „– und das an Orten, die sinnbildlich für diese Fragen stehen“, erklärt Schwester Laetitia Müller. Bei der Überquerung der Autobahn geht es beispielsweise um das Thema Mobilität, an der Burgruine in Eversberg um die Vergänglichkeit, vor den Weihnachtsbaum-Monokulturen um unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt, an der Kunstskulptur „Kantenköppe“ in Wehrstapel um unsere Begegnung mit dem Fremden.

Am Modellflug-Sportplatz werden unsere Träume und Visionen zum Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey aufgegriffen und beim Durchqueren des „Sündenwäldchens“ an der Ruhr in Bestwig der Umgang mit der eigenen Schuld. „All diese Impulse geben Anregungen, sich mit dem eigenen Lebensweg auseinanderzusetzen“, erläutert sagt Pater Maurus Runge.

Wegweiser in Bestwig- Föckinghausen: Wohin führt der eigene Lebensweg? Foto: SMMP/Bock
Wegweiser in Bestwig- Föckinghausen: Wohin führt der eigene Lebensweg?

Einen Tagesmarsch auseinander

Die innere Bewegtheit sei auch ein Wesen des Christentums. „Das äußert sich ebenso in den Kreuzgängen der Klöster. Und auch das Pilgern und das Wallfahren sind Ausdruck dieses ständigen Unterwegs-Seins“, sagt Bruder Anno Schütte.

Da sich das Pilgern und Themenwanderwege steigender Beliebtheit erfreuen, waren die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel und die Benediktiner der Abtei Königsmünster vor drei Jahren auf die Idee gekommen, einen solchen Weg zu konzipieren. Beide Klöster liegen rund 15 Kilometer Fußweg, also eine gute Tagesetappe, voneinander entfernt.

Ausdruck des Fremden und des Unbekannten: Die "Kantenköppe" in Meschede-Wehrstapel. Foto: SMMP/Bock
Ausdruck des Fremden und des Unbekannten: Die „Kantenköppe“ in Meschede-Wehrstapel.

„Hier erleben wir immer wieder Menschen, die auf der Suche sind“, berichtet Schwester Maria Ignatia. „Und das Wandern kann dabei helfen. Es macht den Kopf frei. Man atmet durch, kommt auf andere Ideen und Gedanken“, so Bruder Anno.

Auch die Ordensgründer waren auf der Suche

Auch die beiden Ordensgründer waren lange unterwegs, bis sie zu ihrer Bestimmung fanden: Maria Magdalena Postel hatte Anfang des 19. Jahrhunderts in der Normandie über 20 Jahre mit ihrer jungen Gemeinschaft nach einer Bleibe gesucht und dann mit ihren Mitschwestern eine verfallene Benediktinerabtei wieder aufgebaut.

Benedikt von Nursia hatte sich, erschrocken von der Sittenlosigkeit in Rom, im Übergang vom fünften auf das sechste Jahrhundert mit einer Gruppe von Einsiedlern in die Berge zurückgezogen und lebte drei Jahre lang in einer Höhle.

Berge spielen in der Heiligen Schrift eine große Rolle. Auch diese Gedanken greift der spirituelle Wanderweg auf. Foto: SMMP/Bock
Berge spielen in der Heiligen Schrift eine große Rolle. Auch diese Gedanken greift der spirituelle Wanderweg auf.

Faktor für den Tourismus

„Beide Klöster haben große Gästehäuser und halten ihre Türen auch für Menschen offen, die mit Kirche gar nicht viel Berührung haben“, weiß Norbert Arens, Leiter der Tourist-Informationen „Rund um den Hennesee“. Daher seien die Klöster nicht zuletzt ein wichtiger Faktor für den Tourismus in der Region. Der Spirituelle Wanderweg sei ein weiteres Angebot, das sich an alle Interessierten wende, unabhängig vom eigenen Glauben.

Die Veleda-Höhle in Bestwig-Velmede erinnert an die Einsiedelei des heiligen Bededikt der ebenfalls Jahre lang in einer Höhle lebte. Foto: SMMP/Bock
Die Veleda-Höhle in Bestwig-Velmede erinnert an die Einsiedelei des heiligen Bededikt der ebenfalls Jahre lang in einer Höhle lebte.

Da der Weg aus zwei Routen zwischen Meschede und Bestwig besteht, können die Wanderer beide Strecken mit einer Übernachtung in einem der Klöster verbinden und wieder am Ausgangspunkt ankommen. Beide Routen lassen sich aber auch einzeln gehen. Über Bus und Bahn sind die Orte gut miteinander verbunden. Die Impulse und die Wegbeschreibungen finden die Pilger in einem 48-seitigen Begleitheft, das sie an beiden Klosterpforten erhalten.

Eröffnung am 25. Juni

Am Sonntag, 25. Juni, und am Sonntag, 20. August, werden die beiden Routen im Rahmen des spirituellen Sommers offiziell eröffnet.

Das Programm am 25. Juni beginnt mit einer Eucharistiefeier um 9.30 Uhr in der Abteikirche Königsmünster in Meschede. Start der Wanderung ist um 11 Uhr. Von der Abtei aus machen sich die Gruppen dann auf der nördlichen Route über Eversberg und Föckinghausen auf den Weg zum Bergkloster Bestwig, wo sie gegen 18 Uhr eintreffen werden. Dort endet der Tag mit dem Angebot des Abendlobes und einem gemeinsamen, einfachen Abendessen.

Pressegespräch am Mittwochvormittag: Die Ordensleute geben Auskunft über die Idee des Klosterweges. Foto: SMMP/Bock
Pressegespräch am Mittwochvormittag: Die Ordensleute geben Auskunft über die Idee des Klosterweges.

Am 20. August laden die beiden Klöster ein, die südliche Route von Bestwig über Wehrstapel und an der Hünenburg vorbei nach Meschede zu gehen. Dieser Tag beginnt mit der Eucharistiefeier um 9 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche des Bergklosters. Start der Wanderung ist dann um 10 Uhr. Sie endet um 17.45 Uhr mit der Einladung zur Vesper sowie einem anschließenden Abendimbiss in der Abtei Königsmünster.

Schwester Laetitia erklärt einige der spirituellen Impulse, die überwiegend von den Ordensleuten selbst geschrieben wurden. Foto: SMMP/Bock
Schwester Laetitia erklärt einige der spirituellen Impulse, die überwiegend von den Ordensleuten selbst geschrieben wurden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Fragen zur Organisation dieser Tage, auch zu möglichen Fahrgemeinschaften vom Endpunkt zum Ausgangsort beantworten Schwester Maria Ignatia Langela im Bergkloster Bestwig (Tel. 02904 808-339, E-Mail sr.ignatia(at)smmp.de ) sowie Pater Maurus Runge in der Abtei Königsmünster (Tel. 0291 29950 , E-Mail maurus(at)koenigsmuenster.de ).

Auf zwei Routen verbindet der spirituelle Wanderweg das Bergkloster Bestwig mit der Abtei Königsmünster. Auf beiden Wegen gibt es jeweils neun Impulse.
Auf zwei Routen verbindet der spirituelle Wanderweg das Bergkloster Bestwig mit der Abtei Königsmünster. Auf beiden Wegen gibt es jeweils neun Impulse.
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Schwester Maria Gabrielis Weische † »


Was den Glauben angeht, bin ich ein bisschen aus der Art geschlagenIch bin froh, dass ich nicht gleich nach dem Abitur ins Kloster gegangen binEs war wie Liebe auf den ersten BlickEigentlich wollte ich ganz viele KinderGeschehenlassen ist etwas rhythmisches

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