Manaquiri: Evangelisierung und Pastoralarbeit am Amazonas

Am 12. März 1996 übertrug der brasilianische Bischof Luiz Soares den Schwestern des interkongregationalen missionarischen Projektes der brasilianischen Ordensleute die Pfarrei Manaquiri am Amazonas. Von Anfang an hat in diesem Projekt auch immer eine unserer Schwestern mitgearbeitet. Zurzeit ist dies Sr. Elza Aparecida dos Santos. Sie lebt und arbeitet hier zusammen mit zwei Ordensfrauen aus anderen Gemeinschaften.

Die Situation in der Stadt

Die Stadt Manaquiri wurde durch ein Dekret vom 25. Februar 1982 geschaffen. Der Name leitet sich von einer Ameise ab, die dort lebt und alle Pflanzungen zerstört. Der Sitz der Stadt liegt am rechten Ufer des Rio Solimoes, am See von Jaraqui. Manaquiri zählt rund 17 800 Einwohner, von denen etwa 4 380 in der städtischen Zone und 13 420 auf dem Land leben.

Zur Gesundheitsvorsorge existiert eine Krankenstation im Zentrum, neun weitere in einigen Gemeinden auf dem Land. Aufgrund der mangelnden Fachkenntnisse des Personals und schlechten grundlegenden Arbeitsbedingungen ist die gesundheitliche Betreuung aber sehr schlecht. In der Stadt gibt es so gut wie keine gesundheitliche Aufklärung oder vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen.

Ebenso fehlt eine Kanalisation. Es gibt kein Netz für Abwässer, keine systematische Müllabfuhr und keine Stadtreinigung. Manaquiri ist eine schmutzige Stadt. Es gibt lediglich eine Schule, die zum Abitur führt. Und selbst hier fehlt es an der Qualifizierung der Lehrer. Die Mehrzahl von ihnen arbeitet aus gutem Willen und der Not zu überleben. Entsprechend groß ist die Quote der Analphabeten. Jugendliche haben so gut wie keine Aussicht auf eine Berufsausbildung.

Die Menschen leben größtenteils in extremer Armut. Sie müssen ihr Auskommen von der Ernte kleiner Anpflanzungen sowie vom Fischfang bestreiten. Die Temperaturen steigen häufig bis auf 45 Grad an, Hochwasser gehört zum Leben am Amazonas. Die Zahl der Malaria-Erkrankungen steigt stetig.

Spendenkonto
Empfänger: Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel
Konto 100 300
Darlehnskasse im Bistum Münster
Bankleitzahl: 400 602 65
Stichwort: Manaquiri

Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung.

Ihre Ansprechpartnerin in der Missionszentrale der SMMP ist:
Schwester Klara Maria Breuer
Tel.: 02904-808 103
missionszentrale(at)smmp.de

Unsere Arbeit

„In religiöser Hinsicht ist die Mehrzahl der Bevölkerung katholisch. Es ist ein traditioneller Katholizismus, der sehr gut die Verlassenheit widerspiegelt, in der diese ‚Herde Jesu Christi‘ viele Jahre gelebt hat“, sagt Sr. Elza.

Die Pfarrei St. Petrus setzt sich derzeit aus 35 Gemeinden zusammen, die über den ganzen Stadtbereich und die Nachbarstadt verstreut liegen. Weitere Gemeinden entstehen. Die Pfarrei wurde aufgrund der großen Entfernungen in zwei Gebiete unterteilt, um die pastorale Begleitung zu erleichtern: Das Gebiet von Manaquiri zählt 22, das von Janauaca 13 Gemeinden. Jedes Gebiet wurde in „Zellen“ unterteilt – mit dem Ziel, die Ausbildung und Begleitung von Katecheten zu erleichtern. Die Gemeinden sind fast alle nur mit einem Boot zu erreichen.

Seit dem Beginn des Projektes sind die drei Schwestern – die in der Regel alle zwei Jahre wechseln – dabei, einige pastorale Felder neu aufzubauen: Dies sind die Kinderpastoral, die Jugendarbeit und die Ausbildung der Gemeinderäte und Katecheten. Selbstverständlich gehören auch Seelsorge, Sozialarbeit, Taufen und Beerdigungen zu den Aufgaben der Schwestern. Der Weg geht langsam voran. Es fehlen aber ausgebildete Leiter, um die pastoralen Aufgaben in den vielen, einsam gelegenen Gemeinden zu übernehmen und sie alle miteinander zu koordinieren. Ein großes Problem stellt dabei auch der Analphabetismus unter den Leitern dar. Viele Schwierigkeiten mit der Lektüre und dem Verständnis für das Gelesene erschweren zum Beispiel die Verwirklichung des Sonntagsgottesdienstes und der Katechese.

Wir sind auf Spenden für dieses zukunftsweisende Projekt angewiesen. Sprechen Sie uns einfach an. Ihre Zuwendung wird direkt und unmittelbar an unser Projekt weitergeleitet.

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