Leme: Erziehung und Prävention

Mit gleich drei Konventen unterstützen wir die sozialen und pastoralen Aufbrüche in der brasilianischen Kleinstadt Leme, rund drei Autostunden von São Paulo entfernt. Das Engagement der Schwestern erstreckt sich von der Mitarbeit in einem Zentrum für Armenfürsorge über Kinderpastoral und Sozialarbeit am Stadtrand bis hin zum Betrieb einer kleinen psychotherapeutischen Praxis.

Die Situation in der Stadt

Spendenkonto
Empfänger: Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel
Konto 100 300
Darlehnskasse im Bistum Münster
Bankleitzahl: 400 602 65
Stichwort: Leme

Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung.

Ihre Ansprechpartnerin in der Missionszentrale der SMMP ist:
Schwester Klara Maria Breuer
Tel.: 02904-808 103
missionszentrale(at)smmp.de

Immer mehr Menschen zieht es in die brasilianische Kleinstadt mit heute bereits 90 000 Einwohnern. Sie kommen vor allem aus dem Nordosten des Landes, einer oft unter Dürreperioden leidenden Region. In Leme erhoffen sich die Menschen Arbeit und eine bessere Zukunft. In der Stadt fehlt es jedoch an Arbeitsplätzen, so dass die Arbeitslosigkeit und Armut ständig wachsen. Die meisten Menschen halten sich und ihre Familien als Tagelöhner auf den Apfelsinen-, Baumwoll- oder Zuckerrohrplantagen über Wasser. Aber selbst diese Arbeitsplätze sind durch den Einsatz moderner Maschinen gefährdet.

Die Stadtrandviertel tragen das Gesicht der Armut. Nicht immer sind es feste Steinhäuser, in denen die Menschen wohnen. Im Rahmen unserer Sozialarbeit am Stadtrand versuchen wir mit unserem Projekt „Häuser statt Hütten“ daher arme Familien beim Bau einfacher Steinhäuser zu unterstützen. Aber es sind nicht nur die Häuser, die fehlen – auch die Infrastruktur ist völlig unzureichend. So herrscht Mangel an Wasser, Licht und asphaltierten Straßen. Besonders die Kinder leiden unter den schlechten Wohn- und Lebensbedingungen. Krankheiten und Unterernährung prägen das Leben der Armen in Leme.

Die Arbeit mit Kindern

Im Viertel Bonsucesso engagieren wir uns intensiv in der Kinderpastoral. Die Kinderpastoral ist eine Bewegung, die von der brasilianischen Bischofskonferenz ins Leben gerufen wurde. Sie zielt darauf ab, Kleinkindern ganzheitlich zur Entfaltung von Leben und Gesundheit zu helfen. Im Rahmen dieser pastoralen Arbeit sollen daher zunächst die Unterernährung bekämpft und Mütter hinsichtlich gesunder Ernährung beraten werden. Da es für die (Kinder-)Gruppen und anderen Angebote in der Kinderpastoral zurzeit noch keine ausreichenden Räume gibt, bauen wir einen Gemeinschaftsraum.

Im Zentrum – direkt neben dem Provinzhaus – betreibt unser Orden die Kindertagesstätte „Sagrada Familia“. Täglich von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends werden hier 228 Kinder im Alter von null bis zehn Jahren betreut. Deren Eltern arbeiten in dieser Zeit zumeist als Tagelöhner auf den Plantagen. Im vergangenen Jahr waren 19 bezahlte und 16 ehrenamtliche Kräfte in der sogenannten Creche tätig. Der staatliche Zuschuss deckt die Kosten für Löhne, Unterhalt, Essen und notwendige Renovierungen allerdings nicht ab. Daher sind wir auf Spenden dringend angewiesen. Über 200 Kinder stehen auf der Warteliste.

Fröhliche Gesichter in der Kindertagesstätte Sagrada Familia: Die Einrichtung in Leme wird täglich von 228 Kindern besucht. In der Creche sind die Kinder gut versorgt. Auch nahrhaftes Essen ist sonst nicht selbstverständlich. (Foto: SMMP)

Fröhliche Gesichter in der Kindertagesstätte Sagrada Familia: Die Einrichtung in Leme wird täglich von 228 Kindern besucht. In der Creche sind die Kinder gut versorgt. Auch nahrhaftes Essen ist sonst nicht selbstverständlich.

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