
Ein noch junger Spross missionarischer Tätigkeiten der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) in Bolivien wächst in Tarija, der Hauptstadt des gleichnamigen Departements an der Grenze zu Argentinien. Seit 2002 haben hier drei Schwestern in der beschaulichen Provinzstadt mit nordargentinischem Flair und spanischen Wurzeln ihre Zelte aufgeschlagen.
Die Grenzstadt liegt auf 1.854 Metern Höhe und zählt heute rund 110.000 Einwohner. Die relative Abgeschiedenheit und schlechte Entwicklung der Verkehrswege dieses subtropischen Departements sind einerseits ein Hindernis für die Integration in den bolivianischen Binnenmarkt und für die wirtschaftliche Entwicklung, andererseits begünstigte dies jedoch das Ent- stehen und das Bewahren von historischen und kulturellen Besonderheiten. Von Dezember bis Februar kommt es zu wolkenbruchartigen Gewittern. Der Rest des Jahres ist aus- gesprochen niederschlagsarm. Durch die jahrhundertelange Rodung ist die Landschaft erodiert und die Stadt von einer kahlen Bergkette umrahmt. Früher einmal war das Gebiet um Tarija die Getreidekammer Boliviens. Auch der Wein ist ein maßgebliches Agrarprodukt. Heute besteht der besondere Reichtum der Region im Naturgas.
Spendenkonto
Empfänger: Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel
Institut: Darlehnskasse im Bistum Münster (DKM)
Konto: 322 800
Bankleitzahl: 400 602 65
Stichwort: Tarija
Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung.
Ihr Ansprechpartner in der Missionszentrale:
Winfried Meilwes
Tel.: 02904 808-241
missionszentrale(at)smmp.de
Der Aufbau dieses neuen Standortes der Gemeinschaft kostete viel Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen. Zunächst galt es für die Schwestern, das Leben und die Kultur der Chapacos, wie die Einwohner Tarijas genannt werden, zu verstehen. Sie sind als Nachfahren andalusischer Kolonisatoren und der Quechua sprechenden Tomatas relativ hellhäutige Mestizen, die alle Spanisch sprechen und überwiegend katholisch sind. Im Unterschied zu den anderen Regionen Boliviens, bilden die wenigen tausend Chiriguanos, Tobas und Angehörige anderer Indianerstämme, nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung.
Mittlerweile sind die Schwester fest integriert und engagieren sich in der Schul- und Jugendkatechese im Stadtteil Padcaya und arbeiten in der Seelsorge der Pfarrgemeinde von Tarija mit. Sie begleiten und unterstützen die Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, unabhängig von ihrer Herkunft.
Weiterhin haben die Schwestern in den vergangenen Jahren ein kleines Schwesternhaus gebaut, das zugleich als Herberge für Schwestern und Besucher auf der langen und anstrengenden Reise nach Bermejo dienen soll, dem „Außenposten“ der Gemeinschaft an der argentinischen Grenze.
Wenn Sie die Arbeit unserer Gemeinschaft in Tarija unterstützen möchten, darüber noch mehr konkrete Informationen haben möchten, melden Sie sich einfach. Wir würden uns sehr über eine Spende freuen. Sie wird direkt und unmittelbar an unseren Konvent in Tarija weitergeleitet.



