Oruro: Eine Bergarbeitersiedlung auf der Hochebene

Oruro, Bolivien

Oruro: Bergarbeitersiedlung auf 3700 m Höhe

Wer die bolivianische Bergarbeitersiedlung Oruro auf kalten 3700 Meter Höhe erreichen will, muss warme Kleidung im Gepäck haben. Angst vor der dünnen Höhenluft wäre fatal. „Viel Coca-Tee trinken ist gut für die Höhe“ empfiehlt Schwester Daría Mariá Cabrera, die Oberin des Konventes der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP), daher den Gästen, die zum ersten Mal Oruro besuchen.

Die Fahrt mit dem Bus von Cochabamba zu der 200.000 Einwohner zählenden Hochgebirgsstadt Oruro dauert vier Stunden. Die Straße windet sich mühsam auf über 4.800 Meter Höhe durch das Gebirge, um den Altiplano zu erreichen. Dann führt sie immer geradeaus durch die Andenhochebene, eine karge Steppenlandschaft mit kurzem, braunen Gras und ein paar wenigen Büschen. Mehr wächst zwischen 3000 und 4000 Meter Höhe kaum. Den Horizont überragen Berge von über 4000 Meter Höhe, aber meist ohne Schnee.

Die Schule — Lernen in luftiger Höhe

Spendenkonto
Empfänger: Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel
Institut: Darlehnskasse im Bistum Münster (DKM)
Konto: 322 800
Bankleitzahl: 400 602 65
Stichwort: Oruro

Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung.

Ihr Ansprechpartner im Bergkloster Bestwig:

Winfried Meilwes
Tel.: 02904 808-241
missionszentrale(at)smmp.de

Seit 1927 lebt und arbeitet hier eine kleine Gruppe der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel. Sie engagiert sich besonders für die Kinder und Jugendlichen der Stadt, fast alle indianischer Herkunft. Die Schwestern haben hier einen Kindergarten und eine Schule aufgebaut.

Viele Eltern der Jugendliche lebten vom Mineralienreichtum des Gebirges, darunter Silber, Kupfer und Zinn. Doch nach dem Verfall der Weltmarktpreise wurden viele Minen geschlossen, tausende Bergarbeiter arbeitslos. Die Zahl der sehr armen und obdachlosen Familien steigt dramatisch. Nicht nur die sehr kalten Nächte von Oruro bedrohen sie.

„Wir möchten möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine gute Schulausbildung ermöglichen, damit sie überhaupt eine Chance zum Überleben haben“, erzählt die Oberin von Oruro. Die Schule wird in „zwei Schichten“ geführt: Vormittags besuchen rund 500 Jungen und Mädchen die schulgeldpflichtige Privatschule. Nachmittags kommen 290 Jugendliche in den staatlich geförderten Unterricht. Die „Nachmittagsschule“ richtet sich an die ganz armen Familien. Sie zahlen nur ein sehr geringes Schulgeld von zehn Bolivianos (ca. 1,50 Euro) pro Monat. Selbst das können nicht alle aufbringen. Für die Ärmsten suchen die Schwestern daher nach Unterstützer im In- und Ausland.

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SMMP