Das Kinderdorf „Cuatro Esquinas“ im Stadtteil Collpapampa

Kennwort für Spenden: Kinderdorf Collpapampa
Spendenkonto
Empfänger: Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel
Konto 100 300
Darlehnskasse im Bistum Münster
Bankleitzahl: 400 602 65

Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung.

Ihr Ansprechpartner in der Missionszentrale der SMMP:
Winfried Meilwes
Tel.: 02904-808 241
missionszentrale(at)smmp.de

Seit über 50 Jahren betreiben die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) in der bolivianischen Großstadt Cochabamba das Kinderheim „Cuatro Esquinas“. 1995 wurde dieses Heim ausgesiedelt und in ein Kinderdorf umgewandelt. Die Räume waren zu klein um eine Erziehung nach heutigen pädagogischen Grundsätzen zu ermöglichen. Die Absicht lautete: Weg von den Heimstrukturen mit großen Schlafsälen und Essräumen, hin zu kleinen überschaubaren, familienähnlichen Gruppen.

Unter der Leitung der deutschen Schwester Antonia Maria Freude, die bereits über 30 Jahre in Brasilien lebt, nahm diese Idee Gestalt an: Am 15. November 1994 konnte Erzbischof Sainz die zehn neuen Wohnhäuser und das Schwesternhaus im Ortsteil Collpapampa, zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, einweihen.

Heute leben 120 Mädchen in dem Kinderdorf. Es handelt sich hierbei um Voll- oder Halbwaisen, verlassene und missbrauchte Kinder. Jeweils zwölf Mädchen bilden eine Familiengruppe. Sie werden von einer Gruppenmutter betreut. Eine Sozialarbeiterin, eine Pädagogin und eine Psychologin bieten regelmäßig Gespräche an und fördern die lernschwachen Mädchen. „Unser pädagogisches Anliegen heißt: Eigenständigkeit,“ so Schwester María Emilia Cabero, die heute zusammen mit anderen Schwestern verantwortlich für den Betrieb des Kinderdorfes ist. . „Die Mädchen brauchen einen Schulabschluss und einen Beruf. Denn wer in Bolivien arbeitslos ist, hat keinerlei soziale Absicherung. Vielen Mädchen bleibt da nur die überstürzte Heirat, und dies schon oft mit zwölf oder 13 Jahren“.

Seit 1996 erhalten die Mädchen in Ausbildungswerkstätten auch eine praktische Ausbildung im Schneidern, Nähen, Stricken, Sticken und Kochen – parallel zum Schulbesuch. Die so erlernten handwerklichen Fähigkeiten tragen später zur Unabhängigkeit bei. Trotzdem überlegen die Schwestern derzeit, wie sie den schwierigen und nicht problemlosen Übergang der älteren Mädchen vom Heim in die Selbstständigkeit noch besser gestalten können.

Der Unterhalt des Kinderdorfes kostet viel Geld. Vom Staat erhalten die Schwestern pro Kind 7,20 Bolivianos (ca. ein Euro) am Tag. Früher sorgte der Staat auch für Kleidung und Schulmaterial, doch das ist vorbei. Häufig bleiben auch die 7,20 Bolivianos über Monate aus. Ohne die Unterstützung aus Deutschland könnte das Kinderdorf nicht bestehen.

Den Schwestern ist es deshalb ein Anliegen, allen Spendern für die bisherige, großzügige Unterstützung zu danken, aber auch um weitere Hilfe für die Zukunft des Kinderdorfes zu bitten.

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