Cochabamba: Landflucht, Armut, Bildungsnotstand

Seit über 50 Jahren engagieren sich die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) in Cochabamba, der mit über 550.000 Einwohnern drittgrößten Stadt Boliviens. Sie liegt in einem etwa 25 Kilometer langen und zehn Kilometer breiten, äußerst fruchtbaren Tal auf 2.550 Meter Höhe. Dennoch ist die Armut groß. Aufgrund der Landflucht wächst die Einwohnerzahl stetig. Hungernde und Obdachlose prägen das Bild der Stadtrandgebiete wie Collpapampa.

Eine gute und qualifizierte Schulausbildung ist in Bolivien viel wert. Über 15 Prozent der männlichen und 22 Prozent der weiblichen Einwohner gelten als Analphabeten. Die tatsächliche Quote dürfte weit darüber liegen. Diese Zahlen gewinnen noch mehr an Bedeutung, wenn man berücksichtigt, dass 42 Prozent der Einwohner Boliviens jünger als 15 Jahre sind und das Bevölkerungswachstum jährlich 2,5 Prozent beträgt.

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