Weihnachten im Kloster: Gibt es hier auch Geschenke?

Na klar, Klosterleben heißt doch nicht, dass wir Schwestern keinerlei Wünsche mehr haben oder auf alle Vergnügen und kleinen Freuden verzichten sollen.

In unserem Konvent im Bergkloster Heiligenstadt (im Bergkloster gibt es vier Konvente) haben wir uns für Weihnachten folgendes überlegt:

Am 1. Adventssonntag haben wir „Gebetsschwestern gezogen“. Das heißt, wir haben den Namen einer anderen Schwester aus unserem Konvent gezogen und werden ein Jahr lang diese Schwester betend begleiten, d.h. ihre Aufgaben und Freuden, Ihre Sorgen und Belastungen mittragen und vor Gott hinhalten. Die gezogenen Namen müssen bis Weihnachten geheim bleiben. Denn jede Schwester schenkt ihrer Gebetsschwester zu Weihnachten etwas im Wert von ca. 10 Euro und beim Auspacken geht dann das Raten los, wer wohl die Schenkende ist.

Beim Vorbereiten des Weihnachtszimmers lege ich als Konventsleiterin noch ein kleines Geschenk für jede Schwester unter den Weihnachtsbaum – das kann etwas sein, was sie braucht oder was sie gerne haben möchte.

Am 24.12. feiern wir im Kloster mit allen Schwestern und sehr vielen Gästen um 18:00 Uhr die Christmette, anschließend feiern wir beim festlichen Abendessen mit den Hausgästen und beim Zusammensitzen um Krippe und Weihnachtsbaum weiter.

Da unser Konvent aus den jüngsten Schwestern des Bergklosters besteht, werden wir nach allem Feiern noch spülen und aufräumen, damit die älteren Schwestern sich schon zurückziehen können.

Am 25.12. vormittags halten wir dann in unserem Wohnzimmer bei Krippe, Weihnachtsbaum und vielen Lichtern Bescherung.

Man sieht – auch im Kloster wird Weihnachten gefeiert, denn wir feiern, dass Gott uns in seiner Liebe mit Seinem Sohn beschenkt hat. Diese Liebe schenken wir weiter – auch in kleinen sichtbaren Zeichen.

Schwester Theresita Maria Müller

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