In Rumänien ist der Winter lebensgefährlich

Dieses Brennholz kann Leben retten
Dieses Brennholz kann Leben retten

Dieses Brennholz kann Leben retten

In jedem Winter erfrieren Menschen – immer noch

Schineni. Eine Heizung, einen Gas- oder Elektroherd gibt es in den alten Häusern im rumänischen Schineni nicht. Wichtigster Wärmespender und Kochstelle ist der Ofen. Er muss ständig mit Holz gespeist werden, damit es in den baufälligen, schlecht isolierten Häuschen nicht auskühlt und sich die alten Menschen ein heißes Essen zubereiten können. Doch auch Holz ist teuer geworden und darf in den umliegenden Wäldern nicht mehr gesammelt werden. Deshalb besorgen die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP) in Schineni jeden Winter mehrere Laster Holz, das mit Hilfe der kräftigsten Dorfbewohner zerkleinert und zu den alten Menschen gebracht wird. Lebensrettende Hilfe, denn auch noch heute erfrieren in Rumänien Menschen, weil sie sich nicht gegen die Kälte schützen können.

Deshalb bitten die SMMP in ihrem diesjährigen Weihnachtsspendenaufruf auch um eine finanzielle Unterstützung für die armen, alten und vergessenen Menschen in den Hütten der Gemeinde Schineni, in der Nähe der Bezirksstadt Bacau. Und die Schwestern haben mal gerechnet: Etwa 25 Euro kostet das Brennholz, mit dem ein alter Mensch einen Monat im Winter seinen Ofen heizen kann. Oder 50 Euro reichen aus, um rund 80 warme Mahlzeiten aus dem Sozialen Zentrums in Siretu zu den alten und häufig hungrigen Menschen zu bringen. Und bereits 75 Euro reichen aus, um alte Menschen durch eine ausgebildete Krankenschwester der SMMP einen Monat lang medizinisch zu betreuen.

„Dank unseres Altenpflegeprogramms fühlen sich die alten Leute nicht mehr im Stich gelassen. Unsere Schwestern und Mitarbeiterinnen schauen regelmäßig vorbei und organisieren wenn nötig Hilfe“, so Generaloberin Schwester Aloisia Höing in ihrem Rundbrief an die Freunde und Förderer der SMMP. Diese Hilfe ist besonders in den harten Wintern in Rumänien wichtig, wo die Temperatur auch Minus 40 Grad erreichen kann. Deshalb bittet sie auch um eine Weihnachtsspende für diese Aufgaben, ein Spende, so Sr. Aloisia, die „Fürsorge und Herzenswärme schenkt“.

Soziales Zentrum in Siretu: Die Aufgaben wachsen

Soziales Zentrum in Siretu: Claudia Ciceu studiert mit den Kindern Tänze für ein Fest ein

Soziales Zentrum in Siretu: Claudia Ciceu studiert mit den Kindern Tänze für ein Fest ein

Siretu. Das Soziale Zentrum der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) im rumänischen Siretu übernimmt immer mehr Aufgaben für Kinder und Senioren, berichtet Claudia Ciceu, die Sozialarbeiterin und Leiterin des Zentrums.

Derzeit kommen regelmäßig 22 Kinder zum Mittagessen und um Hausaufgaben zu machen in das Zentrum. Am Nachmittag wird die Gruppe dann noch einmal um 12 Kinder größer, die auch noch eine Hausaufgabenhilfe benötigen. Zum Schuljahresbeginn hat das Team des Sozialen Zentrum die Eltern dieser Kinder eingeladen. Bei dem Treffen wurde über die Situation der einzelnen Kinder gesprochen und ein Vertrag geschlossen: Darin verpflichten sich die Eltern, ein Jahr mit den pädagogischen Mitarbeiterinnen eng zusammen zu arbeiten, um ihre Kinder besser zu fördern.

Seitdem das Soziale Zentrum eine Psychologin angestellt hat, werden viele Kinder von der Schule, von Ärzten, vom Sozialamt und von anderen Vereinen in die Einrichtung der SMMP geschickt. Die betroffenen Kinder kommen nun regelmäßig zu Therapiestunden. Dabei variieren die Erkrankungen der Kinder stark: So kommen Kinder mit Autismus, Kinder die nicht sprechen wollen, Kinder mit Lernstörungen, Kinder die missbraucht wurden oder ganz verwahrlost sind. „Ohne diese Hilfe, wären Eltern und Kinder ganz allein auf sich gestellt“ so Winfried Meilwes aus der Missionszentrale der SMMP, der zusammen mit der Generalassistentin Schwester Adelgundis die Projekte in Rumänien begleitet.

Aber auch das Altenpflegeprogramm des Zentrums wächst ständig und erreicht seine Kapazitätsgrenzen: Jede Woche besucht die Krankenschwester des Zentrums mehr als 20 alte Menschen in Siretu, Schineni und seinen Nachbardörfern. „Wir messen den Blutdruck, den Blutzucker, machen Verbände und verabreichen Medikamente“, so Claudia Ciceu. „Besonders wichtig ist es für die alten Leute, dass wir uns Zeit nehmen mit ihnen zu reden. Oft sind wir die einzigen Besucher“, berichtet die Sozialarbeiterin.

„Unser Soziales Zentrum müssen wir ausschließlich aus Spendengeldern finanzieren“, so Winfried Meilwes. Deshalb sind wir für jede finanzielle Unterstützung dankbar. Man kann auch eine Projektpatenschaft übernehmen. Das bedeutet, dass man mit einem beliebigen Betrag monatlich oder vierteljährlich das Projekt gezielt unterstützt.

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