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Schwestern der heiligen
Maria Magdalena Postel

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„Mit Visionen und Leidenschaft in die Zukunft blicken“

22. September 2007 in Ordensgemeinschaft

Festival mit 400 Gästen beschließt das Jubiläumsjahr der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel

Bestwig. „Nicht aufgeben, sich der Realität stellen, auf Gott vertrauen und mit Zuversicht den Weg ins dritte Jahrhundert unserer Gemeinschaft gehen – in der Gewissheit, dass Gottes Kraft alle Wege mit uns geht.“ Mit diesen Worten beschloss Generaloberin Schwester Aloisia Höing am Samstag vor über 400 Gästen in Bestwig das Jubiläumsjahr der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel, die bereits auf eine 200-jährige Geschichte zurückblicken können.

Über 30 Veranstaltungen

Das Abschlussfestival beendete einen Reigen von über 30 Veranstaltungen während der letzten 13 Monate: Von dem Auftakt in Heiligenstadt über die Ikebana-Ausstellung in Bestwig, den Mitarbeitertag, das Politische Forum mit Franz Müntefering und Friedrich Merz, einer Vortragsreihe in Heiligenstadt, Studienfahrten, Seniorentagen, einem Treffen der Freunde und Förderer der Gemeinschaft und der großen Sternwallfahrt der Schulen mit über 2 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Bergkloster Bestwig.

„Wir brauchen Ordensleute mit Leidenschaft“

„Mutig ins dritte Jahrhundert unserer Gemeinschaft gehen“ – diesen Gedanken griff auch der Paderborbner Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bei dem Eröffnungsgottesdienst dieses Festivals in der Dreifaltigkeitskirche des Bergklosters auf: „Es ist faszinierend, welche Spannungen Ihre Gründerin in den Zeiten der Französischen Revolution zu ertragen hatte. Und diese Spannungen bauen sich auch jetzt wieder unter der Oberfläche unserer Gesellschaft mehr und mehr auf“ – deshalb sei das Vorbild Maria Magdalena Postels aktueller denn je: Ihre Situation habe sie zu den tiefsten Fragen geführt, denen auch wir uns heute wieder stellen müssten: „Wir müssen aufpassen, dass sich unsere Gesellschaft nicht noch weiter auseinander dividiert.“ Gerade auch für Ordensgemeinschaften stelle diese Situation eine besondere Herausforderung dar: „Es bedarf gerade jetzt Menschen mit Visionen und Leidenschaft, wie Ihre Gründerin einer war. Ohne solche Menschen verändert sich nichts.“

Dabei könnten die Schwestern stolz auf das blicken, was sie aufgebaut haben und bis heute leisten: „Ich selbst habe dieses Kloster immer wieder als spirituelles Zentrum erlebt. Der Glaube trägt. Und er schreibt Geschichte. Auch in Zukunft.“

Chor und Band aus Mitarbeitern

Nicht nur die fünf Konzelebranten – unter ihnen der Heiligenstädter Rektor Bernd Kucklick und der Bestwiger Pfarrer Günter Eickelmann -, sondern auch zahlreiche Mitarbeiter und Ordensschwestern gaben der Messe einen feierlichen Rahmen: So etwa durch die musikalische Gestaltung mit der Band unter Leitung von Elke Bornemann oder dem Chor „Postel`ers“ unter dem Dirigat von Dieter Schulze. Zum Ende lud Provinzoberin Schwester Pia Elisabeth Hellrung die Gäste zu einem Blick in den Bergkloster-Innenhof ein, wo die Steine der „Stafette“ aus den Einrichtungen und Diensten verlegt worden sind. Ein Jahr lang war diese Stafette in vier Bundesländern unterwegs gewesen. Das Ergebnis sind 34 bunte Platten mit Motiven zu den einzelnen Standorten und der Ordensgemeinschaft. Später wurden sie durch Vertreter aller Einrichtungen und Dienste noch vorgestellt.

Fortsetzung im Schulzentrum

Weiter ging es im Schulzentrum der Gemeinde Bestwig: Dort hatte die Klosterküche ein Mittagsbuffet aufgebaut. Es blieb Zeit zur Begegnung und zu Gesprächen. Wer wollte, konnte sich den neuen Film über die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel und ihr Wirken in Deutschland ansehen. Erstmals wurde die Produktion von Steyl-Medien für vier Euro auch zum Verkauf angeboten. Und in der Sporthalle lief eine Bildergalerie als Rückschau auf das Jubiläumsjahr. Zu den Gästen gehörten unter anderem auch der Heiligenstädter Bürgermeister Bernd Beck und der Bestwiger Bürgermeister Ralf Péus.

Berufsbildende Bergschule gewinnt Wettbewerb

Während des Festaktes kam es zu der Verleihung der Preise für den im Jubiläumsjahr ausgeschriebenen Wettbewerb. Willi Kruse, stellvertretener Schulleiter des Berufskollegs Bergkloster Bestwig und Leiter der Jury, gab zu: „Wir mussten anerkennen, dass in allen Beiträgen sehr viel Arbeit steckt. Daher war es schwierig, überhaupt zu einer Entscheidung zu kommen. Den ersten Preis erhielt schließlich die Katholische Berufsbildende Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt für eine Medienbox mit einem Hörspiel und Materialien zur Geschichte des Ordens: „Die originellen Ideen, die aufwändige Ausführung und die vielseitige Einsetzbarkeit haben uns sehr überzeugt“, erkannten Jury-Mitglieder Willi Kruse und Stefanie Schulte an. Die Sieger dürfen fünf Tage nach Berlin, wo die Ordensgemeinschaft ebenfalls in mehreren Projekten arbeiten. Zum Beispiel in Berlin-Marzahn, wo die Schwestern sich gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos um Langzeitarbeitslose kümmern. Diesem Projekt kam auch die Kollekte aus dem Gottesdienst zu. Der zweite Preis ging für eine Plakatgalerie an das Engelsburg-Gymnasium in Kassel, der dritte Preis ebenfalls an eine Schülergruppe der Berufsbildenden Bergschule St. Elisabeth für ein neu kreiertes Activity-Spiel.

Einen Sonderpreis erhielt darüber hinaus der Bergkindergarten St. Bonifatius aus Heiligenstadt. Während des gesamten Jubiläumsjahres hatten die fast 200 Kinder dieser Einrichtung Wandbehänge, Puppen und weitere Materialien zur Ordensgeschichte erstellt.

Zehn Jahre „Missionar auf Zeit“

Innerhalb dieses Festes galt es aber auch ein kleines Jubiläum zu feiern: Denn seit zehn Jahren entsenden die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel bereits Jugendliche und junge Erwachsene als „Missionare auf Zeit“ für ein Jahr ins Ausland. Auch jetzt sind in Bolivien, Brasilien und Rumänien wieder 20 junge Leute im Einsatz. „Insgesamt waren es seit 1997 schon 110 MAZ`ler gewesen“, erklärte Schwester Theresia Lehmeier aus Heiligenstadt. Mit szenischen Darstellungen stellten einige der Missionare aus den letzten Jahren dar, welche Gedanken ihnen vor ihrer Reise durch den Kopf gingen und mit welch reichen Erfahrungen sie zurückgekehrt sind.

„Jubiläum bleibt nicht nur im Archiv“

Außerdem stellte Schwester Laetitia Müller noch einmal den währehnd der letzten zwölf Monate gewachsenen Medienkoffer mit zahlreichen Materialien zur Ordensgeschichte und dem heutigen Wirken der Gemeinschaft vor, den man weiterhin angefordern kann. Dann sprach Schwester Aloisia Höing die Schlussworte. Die wurden von einigen Schwestern szenisch begleitet. So trat die Missionsprokuratorin Sr. Christa Maria Henninghaus als Ordensgründerin auf. Und in Dialogform ließen die Mitschwestern noch einmal aufblicken, wie aktuell der Auftrag Maria Magdalena Postels bis in die Gegenwart ist. „Lasst uns auch heute Frauen sein, die die konkrete Not der Menschen sehen und mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen, lieben und pflegen, was dem Leben dient“, hielt Schwester Aloisia fest. Deshalb gelte es Kraft zu schöpfen aus dem zurückliegenden Jahr – „damit es nicht im Archiv endet. Damit das Jubiläum weiter lebt. Damit Leben gelingt…“

Generaloberin Sr. Aloisia Höing begrüßt die Besucher des Gottesdienstes und freut sich, dass die Resonanz zum Abschluss des Jubiläumsjahres noch einmal so groß ist.
Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zelebriert die Eucharistiefeier. Unter anderem mit dem Bestwiger Pfarrer Günter Eickelmann und dem Heiligenstädter Rektor des Bergklosters, Bernd Kucklick.
In seiner engagierten Predigt verspricht Weihbischof Wiesemann: Der Glaube wird auch in Zukunft Geschichte schreiben...
Über 400 Schwestern, Mitarbeiter und weitere Gäste nahmen an dem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche teil.
Interessiert hören die Besucher dem Weihbischof zu. Er erklärt: Auch heute gibt es unter der Oberfläche der Gesellschaft wieder Verwerfungen. Deshalb ist das Beispiel Maria Magdalena aktueller denn je...
Die Fürbitten schließen auch inhaltlich an die Predigt an: Gib uns als Schwestern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Kraft, dem Beispiel Maria Magdalenas zu folgen...
Zur Gabenbereitung werden Symbole an den Altar gebracht. So auch dieser Baum als Zeichen der Verwurzelung im Glauben.
Zum Abschluss überreichen Lehrer der Berufsbildenden Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt ein Geschenk an die Ordensleitung: Dabei handelt es sich um eine Darstellung Maria Magdalena Postels und ihrer Nachfolgerin Schwester Placida Viel, gemalt von der Lehrerin Anna Bernadette Lippmann.
Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann spricht den Schlusssegen in der Dreifaltigkeitskirche.
Der Mitarbeiterchor Postelers unter der Leitung von Dieter Schulze begeistert wieder mit seinen Interpretationen - wie schon beim Mitarbeitertag.
Auch das Schlusslied Geh unter der Gnade geht noch einmal unter die Haut...
Jugendliche, die auch an der Wallfahrt in die Normandie teilgenommen haben, spielen Szenen zu dem Matthäus-Evangelium vom Sämann (Mt 13, 4-9).
Nach dem Gottesdienst betrachten die Besucher die Steine der Stafette, die im Innenhof der Bergklosters verlegt worden sind.
Jede Einrichtung hat in dem zurückliegenden Jahr einen solchen Stein gestaltet. Zu diesen Steinen gibt es auch ein Buch, das die Entstehung jeweils dokumentiert.
Der Festakt nach dem Mittagsimbiss fand in der Sporthalle des Schulzentrums der Gemeinde Bestwig statt. Zu den Gästen gehören unter anderem der Heiligenstädter Bürgermeister Bernd Beck, der Bestwiger Bürgermeister Ralf Péus und der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Bestwig, Bodo Meier (im Vordergrund v.l.).
Die Moderation des Festaktes übernehmen Andreas Pfläging, Leiter der Gesundheitsakademie Bergkloster Bestwig (l.), und Winfried Meilwes, Leiter des Servicebereiches Projekt- und Personalentwicklung.
Feierlich werden die Steine der Stafette in der Sporthalle präsentiert. Dazu geht jeweils eine Vertreterin bzw. ein Vertreter jeder Einrichtung mit einem Foto des Steins zur Bühne.
Die Stafette und die mit Fahnen und Blumen geschmückte Halle ergeben ein schönes Panorama...
Andrea Marx (l.) und Petra Wessel (r.) übergeben die Dokumentation zur Stafette an Generaloberin Sr. Aloisia Höing (2.v.l.) und Provinzoberin Sr. Pia Elisabeth Hellrung (2.v.r.).
Seit zehn Jahren entsenden die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel auch Missionare auf Zeit. Ehemalige MAZler spielen in kurzen Szenen vor, welche Gedanken ihnen vor der Reise in die fremden Kulturen durch den Kopf gingen.
Aber die jungen Erwachsenen berichten auch, mit welch reichen Erfahrungen sie von ihrem Aufenthalt in Bolivien, Brasilien, Rumänien oder Mosambik zurückgekehrt sind.
14 ehemalige Missionare auf Zeit hatten sich zu dem Abschlussfestival in Bestwig eingefunden. Insgesamt hat es seit 1997 schon 110 MAZler bei SMMP gegeben.
Anke Martini vom Berufskolleg Bergkloster Bestwig lädt das Publikum zu einem kleinen Tanz ein...
...auch die Schwestern machen begeistert mit. Egal ob auf dem Hallenboden oder auf den Rängen.
Schließlich wurden die Gewinner des Jubiläumswettbewerbes gekürt. Den ersten Preis gewann die Berufsbildende Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt für eine Medienbox, der zweite Preis ging für eine Plakatgalerie an das Engelsburg-Gymnasium in Kassel und der dritte für ein Activity-Spiel wieder an die Berufsbildende Schule nach Heiligenstadt.
Abschließend schlugen einige Schwestern in einigen szenischen Darstellungen die Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Missionsprokuratorin Sr. Christa Maria Heninghaus spielte in traditioneller Tracht die Ordensgründerin.
Schwester Aloisia Höing ruft in ihrem Abschlussplädoyer dazu auf, sich der Realität zu stellen und neue Herausforderungen anzunehmen.
Auch in der Sporthalle sorgt die Band um Musiklehrerin Elke Bornemann vom Berufskolleg Bergkloster Bestwig wieder für den musikalischen Rahmen.
Der Bergkindergarten St. Bonifatius in Heiligenstadt hatte während des Jubiläumsjahres Wandbehänge und Stofffiguren zur Lebensgeschichte der Ordensgründerin hergestellt. Dafür gab es von der Jury zum Jubiläumswettbewerb einen Sonderpreis. Nach dem Festakt nahmen die Besucher die Ergebnisse in Augenschein.
Hier zum Beispiel die Darstellung der Gründerin mit einigen ihrer Mitschwestern und einem Karren, der sie auf ihrer Wanderschaft von Ort zu Ort begleitete.
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Was den Glauben angeht, bin ich ein bisschen aus der Art geschlagenIch bin froh, dass ich nicht gleich nach dem Abitur ins Kloster gegangen binEs war wie Liebe auf den ersten BlickEigentlich wollte ich ganz viele KinderGeschehenlassen ist etwas rhythmisches

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